Beiträge von Catweazle

    Das ist der anonymisierte Typenschein meiner ST1100. Das Fahrzeug ist BJ 2000 und war ursprünglich in Deutschland zugelassen. Ob mit CoC oder nationaler Genehmigung ist mir nicht bekannt. Wahrscheinlich aber nationale Genehmigung, sonst hättet ihr ja nicht dieses Theater.

    Deine 1100er aus Baujahr 2000 wird eine EU-Typgenehmigung haben. Eine nationalen Betriebserlaubnis hatten nur die ersten Baujahre der 1100er.

    Gruß
    Siggi

    #Siggi,

    die Reifenfabrikatsbindung hat nichts mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit in Deutschland zu tun sonst wären alle Panˋs ohne Reifenfabrikatsbindung vom Hersteller in der Höchstgeschwindigkeit begrenzt.

    Das ist eine rein deutsche Lösung um den Prüforganen Einnahmen zu generieren.

    Welche zulässige Höchstgeschwindigkeit haben wir denn auf bundesdeutschen Autobahnen?

    Keine!

    Tatsächlich sollte vermieden werden, dass Motorradfahrer Reifen und deren Kombinationen
    aufziehen, welche für die max. Geschwindigkeit, für die maximale Belastung eines Motorrads
    nicht geeignet bzw. nicht geprüft waren. Man musste davon ausgehen, dass man legal
    das Maximum ausreizt und den Hahn auf der BAB aufdreht. Also wurden über die allgemeine
    Betriebserlaubnis geprüfte Reifen vorgegeben, welche die Anforderungen erfüllen.

    In den anderen europäischen Ländern gab / gibt es diese Anforderung in der Form nicht,
    da dort ein allgemeines Tempolimit auf Autobahnen besteht, der Straße mit der maximal
    zulässigen höchsten Geschwindigkeit.

    Es war zwar eine rein deutsche Lösung, aber sicherlich nicht entstanden um den Prüforganen
    die Möglichkeit zu geben, Einnahmen zu generieren. Solche Aussagen gehören in das Reich
    der Fabeln und Mythen, sind völliger Quatsch.

    Die Reifenfabrikatsbindung diente mit deutscher Gründlichkeit der Verkehrssicherheit
    auf deutschen Straßen.

    Soviel aus dem Geschichtsbuch zum Ursprung der Reifenfabrikatsbindung.

    Alles klar?

    Gruß
    Siggi

    #Siggi,

    dann dürfen ausländische Pantreiber in Deutschland nur so schnell fahren wie in ihrem Heimatland?

    Die Reifenfabrikatsbindung betraf Fahrzeuge die für den deutschen Markt hergestellt und hier zugelassen wurden.
    Und es gab nur wenige Vorschriften z.B. aus der StVZO, die auch beim Betrieb von ausländischen Fahrzeugen mit
    Zulassung im jeweiligen Heimatland auf deutschen Straßen erfüllt werden mussten. Der ausländische Pantreiber
    konnte sich mit seiner Reifenkombi auf unseren BAB austoben.

    Letztlich muss man Reifenfabrikatsbindung auch nicht zwangsläufig austragen lassen, wenn der aktuelle
    Reifen eintragen wurde. Ist praktisch eine Erweiterung der Reifenfabrikatsbindung. Das macht aber keiner,
    da sich niemand auf einen bestimmten Reifen festlegen möchte. Die Reifenfreigaben der Hersteller waren
    nichts anderes als Erweiterungen der Reifenfabrikatsbindung, aber die gibt es halt nicht mehr.

    Bei meiner XJ habe ich noch die Reifenfabrikatsbindung eingetragen. Das Austragen war beim letzten TÜV-Termin
    nicht möglich, da kein Prüfer vor Ort war mit der entsprechenden Berechtigung.

    Was glaubst du passiert, wenn mich die Streckenkontrolle anhält?

    Gruß
    Siggi

    Der Ursprung der Reifenfabrikatsbindung ist die Freiheit auf deutschen Autobahnen,
    denn anders als bei den europäischen Nachbarn, gibt es bei uns nach wie vor
    kein Tempolimit.

    Mit der Reifenfabrikatsbindung sollten nur Reifen aufgezogen werden, die eben
    unter diesen Voraussetzungen (kein Tempolimit) geprüft mit dem Motorrad
    funktionierten.

    Hätte sich Deutschland für ein Tempolimit ähnlich der europäischen Nachbarn
    entschieden, hätten wir die Anforderungen zur Reifenfabrikatsbindung und deren
    Altlasten nicht!

    Also nicht jammern, es war der Preis für die Freiheit, den Drehgriff bis zum Anschlag zu führen!

    Gruß
    Siggi

    Aber was sagt ihr? Ist es 2026 sinnvoll eine ST 1100 zu kaufen? Ist sie wirklich so zuverlässig?

    Hallo Wolfgang, herzlich willkommen im Forum.

    Vor 9 Jahre habe ich einen ST1100 aus 91 mit 100.000 Km auf dem Tacho für kleines Geld von einem Händler gekauft
    und mittlerweile nähern wir uns langsam der 200.000 Km. Als ich bei der Abholung gefragt habe, was ich denn
    beachten muss, war die Antwort bezeichnend: "Nix, Setzt dich drauf und fahre!"

    Außer Wartung und Verschleißteile brauchte sie bisher nix.
    Sie ist sehr zuverlässig, super bequem zu fahren und kann auch flott ums Eck.

    Allerdings besteht eine kleine Gefahr, wenn man sich eine zugelegt hat:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Es könnte sich eine weitere dazugesellen! Ist übrigens auch aus 91
    mit 85.000 Km auf dem Tacho.

    Für mich immer noch eins der besten Motorräder die gebaut wurden.
    Würde mir auch jederzeit wieder eine ST1100 zulegen und es finden
    sich immer gute Angebote, da die älteren Herrschaften so langsam auf
    was Leichteres umsteigen oder aufhören.

    Gruß
    Siggi

    Bei mir gehen auch alle Naselang die H4 Birnen kaputt und der Stromverbrauch ist eine Belastung, da bedarf es schon einer Umrüstung auf LED! In der Nacht passe ich die Geschwindigkeit den Sichtverhältnissen an und die ST hat schon ordentlichen Licht zu bieten. Und für die Sicherheit und das besser gesehen werden nutze ich einen gelben Helm und eine gelbe Airbag-Weste mit reflektierenden Elementen.

    Gruß

    Siggi

    Dann schau Dir mal die neuesten Satzungsänderungen der DLRG an, .....

    Politische Themen oder der Austausch hierzu werden ja nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Vielmehr wird eine Mitgliedschaft ausgeschlossen, wenn jemand Organisationen, Vereinigungen oder Parteien aktiv unterstützt, die nicht mit den satzungsgemäßen Zielen der DLRG vereinbar sind oder so.

    Auch ist für mich unverständlich, in welcher Form es die politisch uninteressierten User tangiert, wenn in der Plauderecke ein politisches Thema diskutiert wird. Auch wenn man selbst nicht möchte, könnte man anderen die Möglichkeit lassen. Gerade in der heutigen Zeit ist der politische Diskurs auf allen Ebenen wichtig.

    Gruß
    Siggi

    Bei Gründung eines Vereins etc. pp. wird üblicherweise von dem Gründer oder den Gründern unter anderem Sinn, Zweck, Ziel usw. festgelegt. In unserem Forum soll, wie Olli aufführt, aus mir auch verständlichen Gründen, Politik und Kirche rausgehalten werden. Wem das nicht gefällt, sollte erst gar nicht Mitglied in dem "Verein" werden. Bestimmte "Probleme" würden dann überhaupt nicht entstehen.

    Ein privat betriebenes Forum ist kein Verein, daher hingt der Vergleich! Liegt auch daran, dass in einem Forum eigentlich nur eine Meinung zählt, die des Forenbetreibers. In einem Verein hat man Meinungsvielfalt und mir ist auch kein Verein bekannt, in dem ein Austausch der Mitglieder über Themen, die nicht unmittelbar dem Satzungszweck dienlich sind, ausgeschlossen werden.

    In einem Forum kann / muss ein Betreiber die Regeln für das Miteinander vorgeben und wenn dieser eben keine Diskussionen über politische oder religiöse Themen haben möchte, dann ist dies so. Im Umkehrschluss sind es dann meist ruhige Foren, in denen man ab und zu mal nach Neuigkeiten schaut und gelegentlich vielleicht auch einen Beitrag verfasst. Halt Foren, die vor sich hindümpeln, irgendwann aussterben und dann verschwinden.

    Gruß
    Siggi

    Im Grundsatz ist niemand gezwungen Themen mit politischen Inhalten zu lesen, geschweige denn sich an entsprechenden Diskussionen zu beteiligen. Auch wenn hier der Schwerpunkt beim Motorrad liegt, ins besonders bei der ST, so sollte man die restliche Themenwelt nicht automatisch ausschließen.

    Gruß
    Siggi

    So, heute hat meine ST1100 (Bj.91) eine neue HU bekommen und die Reifenfabrikatsbindung wurde ausgetragen.

    Nach erfolgter Prüfung habe ich eine Bescheinigung zur Änderung der Fahrzeugpapiere nach §15 (1) FZV erhalten, mit der im Anschluss beim Straßenverkehrsamt die Reifenfabrikatsbindung ausgetragen wurde. Der Kostenpunkt für HU und Prüfung zum Austragen der Reifenfabrikatsbindung mit frisch aufgezogenen T31 lag bei 123,00 € und beim Straßenverkehrsamt 12,-- €. Alles Gut!

    LG

    Siggi

    Es geht tatsächlich noch weniger im Durchschnittsverbrauch,

    denn bin ich bei ca. 4,1 Liter auf 100 Km angekommen.
    Hätte ich nicht gedacht!

    Damit dürfte das Thema aber auch, was die Fahrtechnik, die Geduld

    bzw. Selbstbeherrschung angeht, ausgereizt sein.

    Wie dem auch sei, damit hat mein alter Meister Recht, denn er stellte

    damals die These auf, dass ich mit der ST1100 den Weg von Warendorf

    (Wilhelmsplatz) nach München (Marienplatz) über Landstraße mit einer

    Tankfüllung schaffe und das geht definitiv!

    Gruß

    Siggi

    "Jedem das Seine."

    Glücklicherweise gibt es nicht nur eine Sichtweise zum Motorradfahren, nicht nur einen Fahrstil,

    kein richtig oder falsch. Mir geht es als Alltagsfahrer um die ruhige, gelassene und entspannte

    einspurige Fortbewegung. Am Wochenende einfach nur cruisen, ohne Kurvenhatz und nicht

    unter dem Motto "knocking on heavens door". Die Getriebenen, die flotte Kurvenfahrten zum

    Genuss und für das Lebensgefühl brauchen und eine schnelle und vorzeitige Unterhaltung

    mit dem lieben Gott suchen, haben mein Mitgefühl.

    Gruß
    Siggi