Spritverbrauch ST1100

  • "Jedem das Seine."

    Glücklicherweise gibt es nicht nur eine Sichtweise zum Motorradfahren, nicht nur einen Fahrstil,

    kein richtig oder falsch. Mir geht es als Alltagsfahrer um die ruhige, gelassene und entspannte

    einspurige Fortbewegung. Am Wochenende einfach nur cruisen, ohne Kurvenhatz und nicht

    unter dem Motto "knocking on heavens door". Die Getriebenen, die flotte Kurvenfahrten zum

    Genuss und für das Lebensgefühl brauchen und eine schnelle und vorzeitige Unterhaltung

    mit dem lieben Gott suchen, haben mein Mitgefühl.

    Gruß
    Siggi

  • Ich hab auch großen Spaß daran mit einer Tankfüllung und den Reifen möglichst weit zu kommen. Die Gefahr wieder mal im Graben zu landen, was einem Wochenlang den Spaß verdirbt, minimiert sich dadurch erheblich. Von den Folgekosten mal ganz abgesehen. Ich teile das Mitgefühl von Siggi voll und ganz GOO

  • Soso ..... Dass Menschen unterschiedlich Dinge mögen, scheint außerhalb Deines Vorstellungsvermögens zu liegen.

    Bleib mal ruhig Brauner. Er sprach von sich und seine Meinung ist zu respektieren.

    Gruß Volker


    Immer dran denken: Gummierte Seite nach unten, lackierte Seite nach oben!GOO


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  • Mein Mopped, meine Mountainbikes, jedes Auto, ob tiefa, breida oder LKW, der alte Traktor, jede Fräsmaschine oder Drehbank, an der ich je gearbeitet habe, das sind und waren für mich immer und zu aller erst Physikspielzeuge. Grad vor ein paar Tagen habe ich nach fast 20 Jahren zum ersten Mal meinen Autogenschweißbrenner gezündet, um ein paar Gabelschlüssel so abzukröpfen, dass man am OM617 damit die Ventile einstellen kann. Wie geil!

    Das Spiel mit der Physik kann dabei schlicht bedeuten, nicht runter zu fallen, nicht am Baum zu zerschellen, nicht den Fräser abzubrechen etc. Prozesssicherheit ist in der Metallverarbeitung (und wohl auch sonst überall) ein vorrangiges Ziel.

    Als Kinder haben wir unten an der Mühle immer "Einklemmen" gespielt, stunden- und nachmittage lang uns gegenseitig mit dem Fahrrad so in eine Ecke zu drängen, bis nix mehr ging. Wer zuerst einen Fuß auf den Boden setzen musste, hatte verloren. Vater hat nur den Kopf geschüttelt. Der hatte in seiner Jugend mit seinen Kumpels Radtouren durch Frankreich unternommen, direkt nach dem Krieg und bis nach Nizza runter. Und wir machen so einen Scheiß. Guck dir mal die ganzen Bremsspuren an!

    Es liegt wohl in der Natur des Menschen, ständig irgendwas in irgendeiner Richtung optimieren zu wollen. Aller Fortschritt beruht darauf. Und wenn wir da draußen nix mehr zum Optimieren finden, dann wälzen wir Selbstoptimierungsratgeber. Powernapping liegt gerade im Trend, ein 15-Minuten-Schläfchen, das dich wieder fit macht. Halte dabei deinen Schlüsselbund in der Hand. Wenn der zu Boden fällt, wachst du wieder auf, fit wie ein Turnschuh, und verplemperst nicht nutzlose Stunden mit unproduktivem Schlaf.

    Jedem das seine! Optimierung bedeutet jedoch immer, mit einem Minimum an Aufwand ein Maximum an Ergebnis zu erzielen. Ob man nun in einem Minimum an Zeit die Nordschleife umrunden möchte oder mit einem Minimum an Sprit die Vogesen durchqueren, das Ansinnen ist letztlich dasselbe, nur mit unterschiedlichem Fokus. Und solange es dabei um Physik geht, steht am Ende auch ein ganz ähnliches Erfolgserlebnis. Mit einem Minimum an Geld ein Maximum an Strom einzukaufen oder stets den besten Telefontarif, die beste Geldanlage, die billigste Versicherung zu finden, finde ich dagegen einfach nur nervig. Damit verplempere ich keine kostbare Lebenszeit. Aber das bin nur ich. Andere mögen das gerne anders sehen.

    Ich fände es angenehm, wenn wir hier im Forum vorrangig den Blick auf das richten würden, was uns verbindet, anstatt auf das, was uns trennt.

    Früher war mehr Lambretta! :roll:

    • Offizieller Beitrag

    Du brauchst Dir keinesfalls meine Meinung zu eigen machen, jeder soll so fahren, wie es ihm Spaß macht, das habe ich nicht in Frage gestellt. Ich habe lediglich meine Meinung über extrem spritsparendes Fahren offen dargelegt. Volker hat sofort geschnallt und fühte sich nicht angegriffen, obwohl ich nicht weiss, welchen Fahrstil er pflegt.Bei Dir hat das wohl nicht geklappt.

  • Moin Leute!

    Ich gehöre wahrscheinlich auch zu den „Spritsparern“. Aber nur mit der Dicken da wünschte ich mir bei meiner Fahrweise sogar einen Diesel. ?

    Beim Automobil sieht es komischerweise anders aus. V8 war super! ?

  • Ich finde es krass, dass man mit so einem alten dickschiff und Vergaser so wenig verbrauchen kann.

    Ich habe es mal mit dem Pkw versucht und war anfangs unter der Werksangabe. Auf Dauer macht mir das keinen Spaß, so zu brauchen. Ich nehme meinen Fahrstil Mal dynamisch und rund. Möglichst ohne Lastwechsel beim schalten fahren und eine gute Linie, im Sinne von sicher, nehmen. Ohne heizen und ohne schleichen durch die Kurven Zirkeln, ergibt einen Verbrauch von 5,5-6l auf 100km. Da ich eh pauschal bei 400km Tanke ist mir das unterm Strich aber auch egal.

    Mein Gespann holt aus den 12l Inhalt auch 240km raus und meine chinesische Reiseenduro kann sowas wie sparsam nicht. Für einen halbwegs modernen Motor mit Einspritzung liegt die auch bei 5,5-6l. Im Gelände sind's auch mal 8 Liter.

    Prinzipiell würde ich auch gern weniger verbrauchen, allerdings sehe ich es nicht ein meine Fahrweise dafür anzupassen :roll:

    Gruß,

    Robert

  • Es geht tatsächlich noch weniger im Durchschnittsverbrauch,

    denn bin ich bei ca. 4,1 Liter auf 100 Km angekommen.
    Hätte ich nicht gedacht!

    Damit dürfte das Thema aber auch, was die Fahrtechnik, die Geduld

    bzw. Selbstbeherrschung angeht, ausgereizt sein.

    Wie dem auch sei, damit hat mein alter Meister Recht, denn er stellte

    damals die These auf, dass ich mit der ST1100 den Weg von Warendorf

    (Wilhelmsplatz) nach München (Marienplatz) über Landstraße mit einer

    Tankfüllung schaffe und das geht definitiv!

    Gruß

    Siggi