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Alt 20.01.2019, 12:48   #201
MES
Karpatenreiter
 
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STX 1300 BJ 2002
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Den Bärenpass werden wir am letzten Tag in RO befahren. Den haben wir 2016 und 2017 schon erobert(Stichwort: Tankstelle ohne Strom und Sebastian in arger Benzinnot). Streckenlänge ca. 110km. Dannach fahren wir an den riesigen Zigeunerhäuser
um dann auf dem nächsten Pass die letzten Rolldöner zu genießen...
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Ernst
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Alt 20.01.2019, 13:44   #202
Löti
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Mittwoch 10.08.2016 - 09: 30 Uhr , Apuseni Gebirge – Satu Mare
Unser letzter Volltag in Rumänien. Abfahrt von der Hochalm über eine kleine Bergstraße, jedoch mit einem tollen Panoramablick über die Biho Berge, runter in`s Tal auf die DN75 nach Osten, bis zum Abzweig in Albac auf die DN1R. Hier in Albac wollten/mussten wir eigentlich noch tanken. Nur ohne Strom gibt, auch in Rumänien, eine Zapfsäule keinen Sprit her. Alle „Wackelkandidaten“ in Punkto Sprit kurz überschlagen. Es müsste für die 75 km bis nach Huedin reichen.
Nur Sebastian hat wohl richtig gezittert. Kaum auf der Straße nach Huedin fängt es an zu regnen. Nix dolles aber eben unangenehm. Dann wieder trocken, um doch wieder anzufangen. Auf einem kleinen Pass Bei Poiana Horea geht es richtig los. Die gesamte Abfahrt bis kurz hinter dem Fantanele See regnet es. Wieder trocken. Doch was ist das? In der Ferne, Richtung NO, eine riesige Gewitterfront mit gewaltigen Blitzen und Donnergrollen zieht auf uns zu. Hoffentlich biegen wir noch vor der Front in Richtung Westen ab oder sie zieht hinter uns vorbei. Wir haben Glück und sie zieht tatsächlich hinter uns vorbei.
Auch Sebastian hat es quasi mit dem „letzten Tropfen“ bis zur Tankstelle kurz vor Huedin geschafft.

In Huedin angekommen große Pause. Ernst hat sich mit einer Cousine aus CLUJ NAPOCA (Klausenburg) in einem Café verabredet, die auch tatsächlich dort war. Nach der Pause weiter die DN1/E60 in Richtung Alesd. Eine Rennstrecke für zig Lkw die hier unterwegs sind. Durch deren dichtes Auffahren wird es schwierig die zu überholen, schließlich gibt es ja auch Gegenverkehr und jede Menge Kurven. In den Steigungsstrecken, kurz hinter Bucea zum Königspass hinauf, sind zwar oft zwei Fahrspuren bergauf, aber auch die sind fast immer mit Lkw`s befahren. So dauert es eben, bis alle neun Karpatenstürmer an den Trucks vorbeiziehen können. Oben auf der Passhöhe angelangt eine kurze Pause mit „Rolldöner“. Das Zeug schmeckt einfach zu lecker!
Bis Alesd sind es noch etwa 30 Kilometer, die wir schnell runterspulen, da wir hier, bei fast gerader Straße die Lkw`s wesentlich besser überholen können. In Alesd rechts ab auf die DN1H. Was mich hier erwartet, hätte ich kaum zu glauben gewagt. Eine sehr, sehr breite Straße in die Berge mit einer sehr guten und griffigen Fahrbahndecke. Absolut keine Schlaglochpiste wie von mir erwartet, da diese Straße nur als kleine Nebenstrecke in meiner Karte eingezeichnet ist. Durch Waldstücke und Hochebenen geht es über Nusfalau und Pericei in Richtung DN1F/E81.
Meine Vorderradbremse lässt auch merklich nach, besonders bei Regen. Ich hoffe, sie hält durch bis nach Hause.
Irgendwo auf der Strecke nach Satu Mare, unserem letzten Zielort in Rumänien, fängt es wieder an zu regnen und zwar nicht zu knapp. Unter dem Dach einer alten, stillgelegten Tankstelle habe ich mich unter gestellt und den Starkregenschauer abgewartet. Die anderen waren eh fort. Der Regen ließ zwar etwas nach, aber ich konnte hier ja nicht ewig stehen. Also weiter! Irgendwann war es von oben auch wieder trocken und sogar die Sonne kam etwas durch. Kurz vor Satu Mare vor mir ein Pkw, der wiederum einen Streifenwagen der Polizei vor sich hatte. In Rumänien sind außerorts 90 km/h erlaubt. Was passiert nun? Die „Bullerei“ wurde immer langsamer und fuhr, nach meinem Navi, nur noch knappe 80 km/h. Der Fahrer vor mir traute sich wohl nicht die Polizei zu überholen und blieb hinter denen. Ein paar Sekunden habe ich mir das Spielchen mit angesehen und dann bei freier Strecke alle beide überholt. Kommen sie jetzt nach und stoppen mich, oder was? Es passierte gar nichts. Der Abstand zwischen uns wurde immer größer. Sogar der Pkw, den ich vorher vor mir hatte war plötzlich auch wieder da.

In Satu Mare angekommen, herrschte starker Feierabendverkehr mit Stau zum Zentrum. Ich hatte zwar die Adresse von unserem Hotel, aber mein Navi war ausgestiegen. Also zu einer Tankstelle und fragen. Wo ich schon mal da bin, kann ich auch gleich volltanken.
8,21 Liter für 202 Kilometer = 4,07 l/100km
An der Tankstelle war ein junger Mann, der ebenfalls seinen Motorroller betankte. Den habe ich nach dem Hotel MELODY gefragt, resp. ihm den Zettel mit dem Hotelnamen gezeigt. Verstanden habe ich ihn zwar nicht, konnte aber deuten und mit seinen paar englischen Brocken, dass ich ihm folgen solle, da er dort in der gleichen Straße wohnt. Man muss auch mal Glück haben. Wie der durch den Feierabendverkehr durch Satu Mare geflitzt ist, war schon faszinierend. Kaum dass ich nachgekommen bin, musste ich doch beim „sich durchschlängeln“ zwischen den Autos auf meine Seitenkoffer an der Maschine höllisch aufpassen. Er bekam das aber schnell mit und ist dann „ordentlich“ gefahren. Nach kurzer Zeit kam ich um 17:30 Uhr im Hotel MELODY an. Alle anderen waren schon da, aber wohl auch nicht allzu lange. Zimmer bezogen, frisch machen und runter in einen Riesenpavillon, wo wir den Tag bei gutem Essen und Trinken haben ausklingen lassen.
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Wer seine Augen nicht braucht um zu sehen, der wird sie brauchen um zu weinen.

Jean Paul

Geändert von Löti (20.01.2019 um 14:04 Uhr)
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Alt 20.01.2019, 17:02   #203
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Sehr schöner Bericht Löti, vielen Dank. Noch ne kurze Geschichte. An der besagten Tankstelle meite www seinen Vorderreifen aufpumpen zu müssen. Neben der Tanke war eine Werkstatt und da wurde grad einem Traktor ein Vorderreifen aufgepumpt. Kurze Fassung.: die Druckanzeige war eher modischer Schnickschnack, der Druck war um ca. 50% zu hoch...
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Ernst
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Alt 20.01.2019, 17:39   #204
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Die Straße von der Du strichst gehört zu den gefährlichsten in RO und dieser Streckenabschnitt mit 86 tödlichen Unfällen im 2018 zu dem 3. Gefährlichsten in RO.
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Ernst
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Alt 20.01.2019, 19:50   #205
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Naja, man muss aber auch dazu sagen, warum Löti auf einmal alleine fuhr, wenn alle mal gestanden haben, er weiter fuhr zB. zur Alpina und von der Alpina,oder rechts abgebogen ist und alle anderen links. Aber wenn er vor uns im Hotel war, Er für alle schon das Willkommens Bier bereit hatte.
Löti würde mich freuen, wenn wir wiedermal eine gemeinsamme Tour machen könnten.
Ernst zum Anfang des Videos, beim rausfahren aus dem Ort, war die Tankstelle, wo Sebastian wieder aufatmen konnte und WWW der Meinung war, sein Reifen
vorn, braucht 6Bar Luft.
Wir sind aber andersrum gefahren. Löti toller Bericht.

Gruss Ralph
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Alt 24.01.2019, 01:09   #206
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Das Löti gelegentlich flügge wurde hatte auch schon den einen oder anderen Vorteil. So erkundete er die Strecke und sparte uns min. 80 km Fahrt weil die Strecke gesperrt war und wir direkt zur Transalpina fuhren. Oder er bestellte schon mal das Bier. Oder er schleppte den jungen Muränenen daher der fast perfeckt Deutsch sprach das er angeblich von TV Zeichentrickserien lernte...
Selbst unter härtestem Markus-Streß bewies er Nerven aus Stahl und sprag ihm am Frühstück nicht an die Gurgel - ich krieg jetzt noch einen Lachkrampf wenn ich daran denke...
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Ernst
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