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Alt 07.05.2019, 09:01   #11
XS Michael
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XS 1100 Martini/1979, CB750Four K1/1971, STX 1300/2002, V-Strom 650/2012, SH150i
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Nach meiner Einschätzung handelt es sich bei der Aussage "Helme sollten alle paar Jahre ausgetauscht werden" um pure Angstmacherei, die von keinem seriösen Test gestützt wird.

Siehe z.B.: https://www.motorradonline.de/beklei...-halten-helme/

Dass es Qualitätsunterschiede bei Helmen gibt ist klar - ich glaube jedoch, dass dies nicht am Alter liegt. So ist vermutlich manch hochwertiger alter Helm besser als manch neuer Helm.

Und: Ich kenne keine Hinweise darauf, dass die Alterung von Kunststoffen eine Größenordnung hat, die Helme unsicherer macht. Ich kenne keinen Test, der darauf hindeutet.

Geändert von XS Michael (07.05.2019 um 09:06 Uhr)
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Alt 07.05.2019, 16:25   #12
Andi#87
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BMW K1600GT-2017
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Bei diesen Diskussionen werden gerne so 1-2 Fakten unter den Tisch gekehrt.
Das die Helmschale mehr oder weniger altert ist klar. Und kein Hersteller wird hier eine Aussage treffen weil dieses, wie schon gesagt, nicht vom Alter sondern den Kilometern abhängt. Ein helm der im schrank schläft wird anders belastet als der in der Sonne und unter Umwelteinflüsssen.

Was die meisten vergessen ist das was unter der Helmschale liegt. Die leitet die Stoßenergie nämlich an einen Syroporkern weiter. Und Polystyrol ist von seiner Strukturfestigkeit alles andere als Langzeitstabil.

In wie weit sich die Schlagdämpfungseigenschaften durch das Altern ändern vermag ich nicht zu sagen, aber ich denke das dass der wesentlich kristischere Punkt ist.

Vom vollgesifften Innenfutter mal abgesehen fallen mir noch die Verschlussgurte und deren Verschlüsse ein, die zusätzlich zum Alter auch noch meachnischen Stress haben.

Meine Helme wandern nach ca. 100.000 km (4-5 Jahre) in die zweite Reihe als Reservehelm.
Die Reservehelme gehen als Spende ans DRK (o.ä.) zum üben bei erste Hilfe kursen.
(Visiere halten bei mir auch max. 2 Jahre, also ca.50.000km) bis sie ausgetauscht werden. Viele empfinden die Sicht durch selbige dann noch als neuwertig, für mich sind sie unbrauchbar. (Analog zum Video)
https://www.youtube.com/watch?v=a0IU142d5ZI
__________________
Gruss Andi

"Früher hatten wir 5ex, Drugs and Rock'n Roll. Heute haben wir Rauchverbot, Frauenquote und Laktoseintoleranz!"(H.E. Balder)
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Alt 08.05.2019, 14:23   #13
vigi_m
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ST 1300 A
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Zitat:
Zitat von Andi#87 Beitrag anzeigen
... Vom vollgesifften Innenfutter mal abgesehen ...
Dieses kann man bei guten Helmen raus nehmen und bei 30°C OHNE Weichspüler in der maschine waschen. Lufttrocknen und einsetzen, danach sitzt die Plastikmütze wieder wie beim ersten Tag.


Von wegen Materialermüdung und Beanspruchung sehe ich einen Austausch nach 4...5 Jahren als gegeben an.
Der Kopp is mir wichtiger, als ein paar T€uronen zu sparen und vielleicht ein Gehirnmatsch im Helm zu haben nach einem bösen Crash.


(off-topic: ein Formel 1 Chassis aus Vollkarbon wird nach 4-5 Rennen ausgetauscht, weil danach das "steife" Ding beginnt labbrig zu werden. Wer weiss, was so ein Ding kostet, kriegt die Krise.)
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Ganzjahresfahrer mit Wonderwoman als Sozia

ST1300 What else..., H. Shadow 750, Y. FZ 750, H. MBX 125, P. Ciao 49.7, P. Velux 49.7, Fahrrad, 3-Rad, Kinderwagen - es ist ein steter Reifeprozess...
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Alt 08.05.2019, 14:36   #14
garados
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Der Innenaufbau ging mir auch schon durch den Kopf - also bildlich gesprochen.
Aber die Tendenz scheint ja doch so zu sein, das der Haupthelm so bei 5-10 Jahren mal ausgetauscht wird. Da dabei die Nutzungszeit auch ein Rolle spielt, ist natürlich klar.

Dank euch jedenfalls, für eure Einblicke in euer Helmleben.

Gruß
Mario

PS: ist natürlich auch eine nette Gelegenheit sich mal was schönes zu leisten.
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Erfahrung der letzten Jahre:
Fahre mehr als gedacht, aber weniger als gewollt.
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Alt 08.05.2019, 14:44   #15
FranksPan
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ST1300A silber 2006
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Hmm... Warum geben dann Fahrradhersteller auf ihre Carbonrahmen längere Herstellergarantie auf Ermüdung, als welche aus Aluminium?
Und so ein Mountainbike oder Rennrad muss bei einem Durchschnittseinsatz schon einiges an Belastung einstecken.

Einziges Problem ist starke UV Strahlung. Das macht den Epoxiharz weich, so die Fachwelt.

https://www.mountainbike-magazin.de/...n.229064.2.htm

Aber ein lackierter Helm sollte dann auch nicht grad nach ein paar Jahren schlapp machen..., oder nicht?
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Gruss aus dem Inntal
Frank

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Ich bin für Tempo 100, aber in unter 4 Sekunden.

Wer zu lange schnell war, hat zu spät gebremst.

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Alt 09.05.2019, 22:36   #16
Achim Grabbe
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Zitat:
Zitat von Andi#87 Beitrag anzeigen
Was die meisten vergessen ist das was unter der Helmschale liegt. Die leitet die Stoßenergie nämlich an einen Syroporkern weiter. Und Polystyrol ist von seiner Strukturfestigkeit alles andere als Langzeitstabil.
Kann ich das irgendwo nachlesen? Ich dachte bislang immer, die äußere Schale wäre entscheident, aber jetzt wo du es schreibst, erscheint mir das Argument gar nicht so weit hergeholt.

Was genau macht Polystyrol instabil, Zeit, Licht, Sauerstoff?
Achim
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Alt 09.05.2019, 22:46   #17
Andi#87
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BMW K1600GT-2017
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Denk mal an deinen Estrich Zuhause.
Wie der sich nach etlichen Jahren setzt....
Ich bin kein Chemiker, hab mir das aber vor etlichen Jahren bei Bayer mal erklären lassen. Aber blöde wie ich bin, hab ichs wieder vergessen
Hat was mit der Tatsache zu tun, das die 2K Reaktion die zum Aufschäumen führt nicht zu 100% aufhöhrt, sondern inztern zu 0,xxx% weiter läuft.
Und damit eben über die Jahre die Ausgangseigenschaften nicht mehr gegeben sind
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Gruss Andi

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Alt 10.05.2019, 09:00   #18
XS Michael
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"Vorstellen" kann ich mir auch viel. Ich sollte es halt nicht mit der Realität verwechseln

Solange die wenigen Tests zur Alterung von Sturzhelmen das Ergebnis erbringen, dass dadurch die Schutzwirkung nicht beeinträchtigt wird, habe ich keinen Grund, etwas anderes zu glauben. Meine "Vorstellung" halte ich diesbezüglich nicht für vertrauenswürdiger als Untersuchungen. Dass andere hier das tun habe ich jetzt verstanden

Alles gut - auf gehts - Wirtschaft ankurbeln (und Müllberg vergrößern )
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Alt 10.05.2019, 14:22   #19
Hägar
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Wahrscheinlich haben die meisten von euch, das hier schon mal gegoogelt: Motorradhelm, Nutzungsdauer ifz
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Grüße vom Neckar

Frank

Gum biodh Eòin Gràidh nan Gàidheal fillte ri dealbh fo bheatha.
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Alt 10.05.2019, 17:57   #20
Thomas#1116
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Also, das wundert mich jetzt doch:

Der Test und die Veröffentlichung der Zeitschrift Motorrad (s. Link in Beitrag #11) war im Jahr 2000.

Das Statement des IfZ stammt vom April 2017

Ich frage mich nun: Hat das IfZ schlecht recherchiert oder Ergebnisse empirischer Forschung schlichtweg (absichtlich) außer Acht gelassen

Wie dem auch sei: Mir togal.
Ich habe in 45 Jahren Nutzungsdauer von Motorradhelmen diese Erfahrung gemacht (und bestimmt nicht nur ich):

Im Laufe der Jahre des Gebrauchs „setzt“ sich das Helminnenfutter (und möglicherweise auch etwas das Polster) und der Helm sitzt nicht mehr so satt/straff/fest, wie anfangs und, wie er sollte, um die optimale Schutzwirkung zu entfalten. Der Helm ist dann eigentlich für die Kopfgröße zu groß. Sobald mir das auffällt, befasse ich mich mit einer Ersatzbeschaffung. Das ist bei mir nach so ca. acht bis zehn Jahren Nutzungsdauer der Fall. Zu diesem Zeitpunkt ist mir völlig wurscht, wieviel km, Tage oder Stunden der Nutzung der Helm dann hinter sich hat.

Und, wer die Prüfmethoden im Labor kennt, der denkt sich seinen Teil zu dieser Aussage:
„Aber auch nach einem Fall des Helms aus geringer Höhe – z. B. vom Lenker – ist die volle Schutzwirkung nicht mehr gegeben.“

Obwohl ich mit meinen Schutzhelmen stets achtsam umgehe, ist es auch mir schon passiert, dass mir ein Helm von der Sitzbank gerutscht und auf die Fahrbahn gefallen ist (ausdrücklicher Hinweis: Ohne mein Kopf darin!).
Es wäre mir nicht im Schlafe eingefallen den Helm deswegen...

Im übrigen:
Ich war früher bei Rennsportveranstaltungen auf Rennstrecken unterwegs. Habe ich das so falsch in Erinnerung oder galten nicht schon damals sehr hohe Anforderungen an die Homologation der Fahrerausrüstung
Und dann vergegenwärtige ich mir soeben, mit welch antiquierter steifen Mütze mach ein Teilnehmer an einem Oldtimer-Grand-Prix heutzutage unterwegs ist.

Apropos Schutzwirkung von Motorradhelmen:
Da fällt mir eben ein, dass auf mich auf dem Motorrad ein Anschlag ausgeübt wurde. Es müsste 1975 oder 1976 gewesen sein. Auf mich wurde geschossen. Das Projektil schlug ca. 3 cm über der unteren Helmkante direkt in der Flucht meiner linken Halsschlagader ein. Ich trug damals einen RÖMER Integralhelm. Das Geschoss bewirkte, dass an der Einschlagstelle am Helm der Lack abgeplatzt ist, von der Fläche her ca. so groß, wie ein 2-DM-Stück. Darunter kam die rohe Helmschale zum Vorschein – mit minimalen Haarrissen ausgehend vom Einschlagpunkt. Ich weiß nicht, aus welcher Distanz der Schuss auf mich abgegeben wurde. Aber eines weiß ich sicher: Ohne den Motorradhelm auf dem Kopf ...




... hättet Ihr in diesem Forum niemals einen Beitrag von mir gelesen.
__________________
Kolbenklemmer und Plattfuß!
Gruß
Thomas

Bei diesem Beitrag handelt es sich um eine völlig unmaßgebliche höchst persönliche subjektive Äußerung meinerseits im Rahmen des mir verfassungsgemäß garantierten Rechts auf Meinungsfreiheit. Jegliche Verantwortlichkeit bzw. Haftung dafür lehne ich ab.
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