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Alt 15.08.2018, 23:45   #211
vETNH
Stromer
 
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Suzuki v-Strom DL1000
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Mittlerweile haben wir ein paar Erfahrungen auf der Langstrecke gemacht. IM Großen und Ganzen ist es rund gelaufen, wenngleich wir an einer Stelle tatsächlich mal Bauchschmerzen hatten. Auch ist die Fahrt teurer geworden als angenommen. Ich nehme mal vorweg, dass es rund 45 Euro für 1060 km waren. Im Vergleich zum Verbrenner ein Schnäppchen, denn mit unserem Diesel-Van hatten wir früher für diese Tour einen 100er (rein an Spritkosten) abdrücken dürfen.
Aber auch diese 45 Euronen hätten nicht sein müssen. Wir hatten da etwas Probleme mit der App eines sehr günstigen Anbieters, der uns für 5 ct./min den Akku mit 50 kW anblasen wollte. Das hätte sich am Ende so hingerechnet, dass wir beio jedem Ladestopp ca. eine halbe Stunde gestanden hätten (=1,50 Euro) und dafür ca 150 km gebunkert hätten. Das wiederum rechnet sich dann so in etwa auf weniger als 11 Euro für die 1060 km hin. Und effektiv wären es sogar unter 10 Euro gewesen, weil wir bei einem Ladestopp kostenlos "tanken" konnten.
Hätte, hätte, hätte.....die Innogy-Säulen an der A1 in Niedersachsen und NRW haben keinen Karten- bzw. RFID-Leser und müssen zwingend mit einer App angetriggert werden. Und mit der App unseres supergünstigen Anbieters hat es halt nicht geklappt. Ums Verrecken haben wir es nicht hinbekommen, mit der Maingau-App den Ladevrgang zu starten. Vielleicht ein Fehler zwischen meinen Ohren, der ggf. meiner noch nicht vorhandenen Erfahrung geschuldet ist. Mit der App eines anderen Anbieters (PlugSurfing) hat es aber problemlos geklappt. Nur war die Abrechnung dann mit jeweils um die 9 Euronen (für rund 150 km) doch etwas teuer - jedenfalls in Relation zum Preis der Maingau-Stadtwerke.

Die Bauchschmerzen, die wir einmal hatten, kamen so zustande: Im Grunde waren wir mit der Reichweite noch ganz gut bei der Musik, aber als ich 20 km vor Eintreffen an einer Ladestation (Tecklenburger Land) mal via Smartphone online in die Details dieser Anlage ging, war da plötzlich ein Störungsstatus, den es am Vortag noch nicht gab. Das wäre echt doof gewesen, denn die nächste Säule an der A1 hätten wir nicht mehr geschafft und hätten uns wohl etwas von der A1 entfernen und auch mit einer langsameren Ladesäule begnügen müssen. Das hätte dann echt Zeit gekostet.
Wir beschlossen, Tecklenburger Lande trotz Störungststatus anzulaufen und mal zu schauen. Und tatsächlich funktionierte das Laden hier einwandfrei.

Früher sind wir einfach losgefahren. Nur grob mal auf die aktuellen Baustellen geschaut und dann ab dafür. Diesmal - also mit dem Stromer - haben wir die Tour durchgeplant. Da gibt es ein sehr schönes Tool auf einer Webseite (goingelectric.de). Ein paar Angaben zum Fahrzeug, ein paar Präferenzen eingeben (u.a. welche Ladekarten man hat), Start und Ziel festlegen und machen lassen. Das Ergebnis war nicht unbedingt ideal. Das Tool hat auch noch einen ß-Status, was das verzeihlich macht. Aber man kann dann an diesem Plan sehr einfach "feinschleifen".

Mein Feinschliff sah so aus, dass ich 150 km als Referenz für die Etappenlängen zwischen 2 Ladern eingegeben hatte. Das Goingelectric-Tool sah den Ioniq optimistischer und wollte mit 185 km arbeiten. Mangels Erfahrungen fühlte ich mich mit den 150 deutlich wohler. Auch fand ich es besser, auf der A1 zu bleiben und nicht wegen der Tankerei etliche km vom Kurs abzuweichen. Raststätten waren angesagt.
Im Endeffekt entstanden so für Hin- und Rückfahrt je 3 Stopps. hin: Grundbergsee, Tecklenburger Land, Remscheid. Zurück: Lichtendorf, Dammer Berge, Ostetal.

Mit einer angepeilten Geschwindigkeit von 120 lief das sehr gut. Im Großen und Ganzen immer so 90 Minuten Fahrt und dann jeweils eine Pause von 25 bis 35 Minuten. Die meisten Pausen haben wir komplett nutzen können für Frühstück oder Mittag. Manchmal auch eben nur kurz für kleine Königstiger und dann an der Ladesäule ein heißer Kaffee aus dem Kofferraum. IMMER verbunden mit netten Gesprächen mit interessierten Verbrennerbesatzungen oder anderen E-Mobilisten. Jedenfalls ist uns keine Pause irgendwie lang geworden.
Die 90 Minuten Abstände fand ich eigentlich ganz angenehm. Früher bin ich auch zwischen 2 Pausen deutlich länger unterwegs gewesen, aber auch gestresster. Jetzt eigentlich eher tiefenentspannt und verbunden mit dem Gefühl, dass die verbleibenden km rasend schnell weniger werden.

Tiefenentspannung kommt ganz sicher auch durch den extrem niedrigen Lärmpegel im Fahrzeug auf und natürlich durch Fahrerassis, die einem das Fahren zwar nicht abnehmen, aber deutlich erleichtern. Nee, Autopilot ist das nicht und es nervt, wenn ein fieser Warnton die Ruhe zerreißt, weil man zu lange das Lenkrad losgelassen hat. Irgendwann aber hat man mal den Bogen raus, wie das mit dem Spurhalteassi gedacht ist. So ein bisschen lenkt man halt mit, aber auch nicht wirklich und nicht so 100%ig zielgenau. Die Details regelt der Assi. Und das erstaunlich gut.

Den Abstand zum Vordermann halten konnte mein Diesel auch schon. Aber der machte mit viel Getöse Schluss, wenn die Geschwindigkeit unter 30 fiel. Der Ioniq stoppt komplett und fährt auch wieder an - ggf. auf Knopfdruck, wenn der Stillstand mehr als 5 Sekunden dauerte.
SO kann man es im Stau (ja, einen solchen hatten wir leider auf der Rücktour) aushalten. Und wenn man zum Stehen kommt: Der Motor ist eh aus und frisst nix, ist aber sofort und ohne Anlasser wieder da, wenn es weiter geht. Nur die Klimaanlage (die mir übrigens extrem leistungsfähig vorkommt) arbeitet so mit 0,3 bis 0,5 kW vor sich hin und das tut dem Akku nicht wirklich weh.

Also: Tiefenentspannung, auf die man sich aber auch einlassen muss.

Heute war übrigens ein Elektriker da, der uns eine Exklusivleitung für das Auto bzw. das Ladegerät in die Garage gelegt hat. Also separat abgesichert und mit einer CEE-Dose versehen, an die eine Wallbox angeklemmt wird.
Zwar hatten wir vorher schon erfolgreich mit dem Notlader an der Schuko-Steckdose geladen (über Nacht war der Akku voll), aber an der Leitung hängt so ziemlich alles, was mit dem Garten und dem sonstigen Außenbereich zusammenhängt. Gartenpumpe, Schwimmbadfilter, Steckdosen für alles Mögliche, Außenbeleuchtung,......da könnte es schon mal ein paar Watt zu viel werden, wenn auch noch der Autolader ins Spiel kommt, während der Pool umgewälzt und der Rasen bewässert wird.
Dass es jetzt mit der Walllbox schneller gehen soll......also direkt merken tu' ich's nicht, weil das Laden eh über Nacht stattfindet und der Akku so oder so am nächsten Morgen proppevoll ist. Aber eben die Exklusivleitung.... und ich wollte auch Nummer sicher gehen bei einer dauerhaft anliegenden hogen Leistung.
__________________

Geändert von vETNH (15.08.2018 um 23:55 Uhr)
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Alt 16.08.2018, 12:57   #212
hermi
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Danke für die ausführliche Schilderung.

Jetzt würde mich noch interessieren, wie lange Du für die Strecke gebraucht hast und wie lange die Tankstopps (und wieviele) in Summe gedauert haben.
__________________
mfG
hermi

hat fertig

Nr. 3 ab dem 06.04.2017
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Alt 16.08.2018, 20:57   #213
vETNH
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Die Stopps hatte ich ja genannt:

Zitat:
Mein Feinschliff sah so aus, dass ich 150 km als Referenz für die Etappenlängen zwischen 2 Ladern eingegeben hatte. Das Goingelectric-Tool sah den Ioniq optimistischer und wollte mit 185 km arbeiten. Mangels Erfahrungen fühlte ich mich mit den 150 deutlich wohler. Auch fand ich es besser, auf der A1 zu bleiben und nicht wegen der Tankerei etliche km vom Kurs abzuweichen. Raststätten waren angesagt.
Im Endeffekt entstanden so für Hin- und Rückfahrt je 3 Stopps. hin: Grundbergsee, Tecklenburger Land, Remscheid. Zurück: Lichtendorf, Dammer Berge, Ostetal.
Die Stopps dauerten durchweg 30 Minuten - längstens 35 Minuten, einmal aber auch nur 25.

Hin haben wir 8,5 h benötigt. Da sind die 1,5 h für die Ladestopps mit drin. Reine Fahrzeit also 7 h.
Wir haben uns an 120 km/h orientiert. Aber man muss auch wissen: Die A7 in Schleswig-Holstein ist eine einzige große, ununterbrochene Baustelle, in der es mal mit 80 und mal mit 60 voran geht. Für uns die ersten 70 km - eben von Neumünster bis zum Elbtunnel. Weitere teils größere Baustellen gab es auch in Niedersachsen und in NRW in schneller Folge. Praktisch ein ständiger Wechsel zwischen 60, 80 und 100. So richtig freie Bahn war selbst für 120er-Aspiranten nicht, geschweigedenn für die Heizer-Fraktion. Tatsächlich wurden wir auch äußerst selten mit deutlich höheren Geschwindigkeiten überholt. Ich glaube daher nicht, dass ich mit unserem Diesel erheblich schneller hätte unterwegs sein können. Nur eben, dass die Ladestopps weggefallen wären. Aber auch mit dem Diesel hätten wir mindestens eine Pause im Rasthaus-Restaurant gemacht, sodass sich auch das etwas relativiert.

Auf der Rücktour war es ähnlich. Auch 3 Stopps von je rund 30 Minuten. Allerdings haben wir hier insgesamt 9 Stunden benötigt. Die halbe Stunde mehr ist einem Stau geschuldet, in dem wir kostenlose Vorführungen über die Ansichten etlicher Zeitgenossen über die Rettungsgasse bekamen. Ansonsten war auch hier wieder Baustelle an Baustelle und schließlich für die letzten 70 km ab Elbtunnel die A7 in Schleswig-Holstein als Mutter aller Baustellen. Auch hier denke ich, dass wir mit unserem Diesel wohl insgesamt 1 Stunde früher zuhause gewesen wären. Deutlich schneller wären wir wohl nicht oder nur mit viel Stress gewesen und eine Pause hätten wir sowieso gemacht.
__________________

Geändert von vETNH (16.08.2018 um 21:02 Uhr)
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Alt 17.09.2018, 15:34   #214
vETNH
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1 Monat später!

Euphorie ist etwas für die ersten Wochen. Mittlerweile ist automobiler Alltag eingekehrt mit allem, was dieser so her gibt. Die Freude über das Auto und das Fahren mit diesem hat nicht gelitten.
Dabei waren auch ein paar Spontan-Touren, die wir eigentlich nicht auf dem Schirm hatten. Mal eben zum Onkel an die dänische Grenze (135 km einfache Strecke), 2x wegen einer besonderen Situation in einer Nacht nach Hamburg und zurück (insgesamt 260 km) mit erschwerten Bedingungen, weil Autobahn gesperrt......alles problemlos. Klar, so ganz ohne Zwischenladen ging das nicht ab.
Der Rest war überwiegend hier am Ort. Da, wo es dem Diesel früher richtig we getan hat, wenn Frauchen ihn zum Supermarkt, weiter zur Apotheke über den Blumenshop zum Obst-&Gemüsemann gequält hätte. Den Stromer kratzt das nicht. Ganz im Gegentum. Er quittiert gerade das mit einem äußerst günstigen Verbrauch, der umso erstaunlicher ist, als meine Frau eher zügig unterwegs ist und "den ökologischen Gedanken gern mal nicht vor Augen hat".
Mittlerweile, also nach knapp 7 Wochen, haben wir bereits insgesamt 3500 km abgespult. Bummelg 700 km in diesem Monat. Und diese 700 km haben uns bisher 8 Euro gekostet.
8 Euro gingen drauf für ein paar "Betankungen" in der Garage. Der Rest fand an Schnellladern unterwegs statt, wo bei uns hier oben schlichtweg alle kosenlos zu sein scheinen. Selbst Ladungen an Säulen, bei denen wir davon ausgingen, dass sie kostenpflichtig seien, wurden uns nicht in Rechnung gestellt. Die Ladekarte diente offensichtlich nur dazu, sich zu authentifizieren, damit die Säule bei einem vorzeitigen Ladeabbruch feststellen kann, ob dieser durch eine authorisierte Person erfolgt ist.

Mit den Schnellladern sieht es also bei uns gut aus und insgesamt hatten wir damit eher wenig Probleme. Dennoch setzt hier meine Hauptkritik an.
  • Lader, die seit Monaten als defekt ausgewiesen sind, funktionieren plötzlich, wenn man es einfach mal versucht. Aber kein Mensch versucht es, weil der betreffende Lade ja als defekt markiert ist.
  • Lader, die seit Monaten als defekt markiert sind und tatsächlich immer noch in diesem Status verharren.
  • ein "Ladepark" mit 4 Säulen (4x CCS, 1x Chademo, 2x Typ 22 43 kW, 2x Typ 2 22 kW), bei dem gerade mal ein einziger CCS und sonst gar nichts funktioniert und das schon offensichtlich seit Mai.

Schön, wenn all das kostenlos ist. Mit wäre aber ein verlässliches System lieber, für das ich dann auch gern bezahle.
Problem ist auch, dass meistens nur ein Ladeanschluss vorhanden ist. OK, wenn der besetzt ist......Pech! Aber wenn der mal defekt ist (was ja einfach in den besten Familien mal vorkommt), dann ist da schnell ein echtes Problem entstanden.

Aber sei es drum.....unserer Freude hat es bisher keinen Abbruch getan.
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Alt 17.09.2018, 22:42   #215
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Warum nur kommt mir gerade diese Werbung in den Sinn
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Alt 18.09.2018, 10:56   #216
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Alt 18.09.2018, 12:01   #217
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Das bekommen die Behörden auch noch hin - wie vor Jahrzehnten eine Fahrzeugkontrolle das Mitführen eines gefüllten Reservekanisters beinhaltete, werden dann die Kontrollen auf geladene Reserve_Powerbanks mit mindestens 45Ah ausgeweitet. Wenn dann aber der I am walking ... _Fall eintritt, wird es mühsam.
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Gruß, Hannes

(Fettdruck und unterstrichen - ist ein Link drunter)



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Alt 19.09.2018, 08:22   #218
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Das ist wieder typisch Deutschland, jeder braut beim Bezahlsystem sein eigenes Süppchen. Audi hat bei der Vorstellung des Etron bekannt gegeben das man mit der Audi Ladekarte an 85% der fast 7000 Ladesäulen bezahlen kann. Diese Übereinkunft hat 2 Jahre gedauert und war schwieriger als die Entwicklung des Etron.
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Alt 19.09.2018, 14:29   #219
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Was ich jetzt sehe:

Mercedes EQC, Audi e-Tron, Porsche.....auf einmal wachen die Ewiggestrigen auf. Nein, wach waren sie immer, aber lebten den Traum, die Welt bestimmen zu können.Deren heile Welt ist zusammengebrochen. Jetzt werden auf die Schnelle Autos rausgehauen, die ansatzweise in Tesla-Sphären vorstoßen können. Was aber auf die Schnelle nun nicht geht: Ein adäquates Ladenetzwerk hinzustellen, wie es Tesla getan hat. Zwar gibt es blumige Vorhaben, aber die müssen erstmal umgesetzt werden. Und bis das so weit ist, werden sich die 80/90/100 kWh-Tanker auf die vielen kleinen, meist auf 50 kW begrenzten Triple Charger abstützen, die jetzt von Autos mit normalgroßen Akkus genutzt werden, die da aber innerhalb einer halben Stunde wieder voll sind, während die diese Gangster-Linousinen 90 Minuten rumstehen, um sich voll zu schnorcheln. Teslas haben selten Ladesäulen durch ewig langes Laden der irre großen Akkus blockiert, da der gemeine Tesla-Fahrer bei artgerechter Haltung lieber die für ihn reservierten und sauschnellen Stalls anfahren. Die Gangster-Limousinen dagegen werden dann - wenig artgerecht - bei den normalsterblichen Stromern einfinden. Daran ändert auch nichts, dass an großspurig von 150-kW-Ladern träumt, die man gern auf den Weg bringen möchten. Erst mal jedenfalls.
Wenn ich jetzt an der Autobahn an einen besetzten Lader komme, dann kann ich relativ sicher sein, dass der Fahrer innerhalb der nächsten 20 Minuten wieder da ist und frei macht, denn der wird auch nur darauf warten, dass sein Akku voll ist. Wenn erst die e-Trons und EQCs und wie sie heißen mögen mangels adäquater Infratruktur zu Dauerparkern an den Ladesäulen werden, dann wird das wohl Frust geben.
Es ist ja nun nicht so, dass ein EQC oder e-Tron mit einem 250% größeren Akku auch 200 % weiter kommt als mein Proleten-Stromer. Neenee, der frisst schließlich auch das Doppelte an Strom - ganz so wie bei den Verbrennern auch, wo ein Luxus-SUV naturgemäß das Dreifache von dem konsumiert wie ein kleiner Kompakt-Diesel. Das fällt nur bei den Tankzeiten nicht wesentlich auf. An den bisherigen normalen Schnellladern aber bedeutet der Stromhunger und gepaart mit den Riesenakkus echte Wartezeit.
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Alt 19.09.2018, 17:08   #220
hermi
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Dafür gibts im zweifelsfall doch zigfach mehr Proleten-Stromer, die nicht nur unnötig Parkplatz, sondern auch Ladesäulen blockieren.
Das ist wahrscheinlich so ähnlich, wie sich über einen Bugatti mit 500 Einheiten Co2 Ausstoss bei einer Jahresfahrleistung von 1000km aufzuregen, aber 10Polos mit jeweis 50 Einheiten CO2 und 15000 km pa gutzuheißen.
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hermi

hat fertig

Nr. 3 ab dem 06.04.2017
hermi ist offline   Mit Zitat antworten
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