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Alt 16.08.2018, 11:43   #141
hermi
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Also die Diskussion hat doch damit angefangen, dass das Geschwindigkeitslimit für Motorräder mit Anhänger zu gering ist und diese als Verkehrshindernisse empfunden werden und sich teilweise selbst als solche empfinden und gleichzeitig noch ein Gefahrenpotential dastellen können.
Jetzt darf also das Motorrad mit Anhänger auf einer unregulierten Landstrasse nicht schneller als 60 fahren und fast alle regen sich auf.

Nur die nicht, die gemütlich genauso langsam fahren wollen oder vielleicht 70. Weil sie es wollen. Egal was die anderen wollen. Darüber müssten sich eigentlich auch alle aufregen.

Also: die Motorradfahrer mit Hänger dürfen ja nicht schneller, die anderen wollen nicht schneller.

Damit "behindern" nach meiner ganz persönlichen völlig subjektiven Einschätzung rund 0,00005 % ( mir aus mit eine paar Nullen mehr oder weniger, jedenfalls eine verschwindend geringe Minderheit) aller motorisierten Verkehrsteilnehmer den Rest.

Ich versteh es nicht, habe aber vollstes Verständnis für die Hängerfahrer, die die Verkehrsvorschriften beachten.
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hermi

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Alt 16.08.2018, 11:57   #142
Exilant
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Beiträge: 67

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ST 1300
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Zitat:
Zitat von Markus #62 CH Beitrag anzeigen
Uiuiui, da bewegst dich aber auf dünnem Eis... (aber vielleicht war deine Aussage ja auch nur ironisch gemeint)

1970 hatten wir noch 4x mehr Verkehrstote als heute (gut die Gurttragepflicht und die elektronischen Goodies von heute nicht berücksichtigt). Trotzdem ist der Testosteronpegel bei uns Männern in den letzten Jahrzehnten nicht gesunken. Freie Fahrt für alle, bedeutet in jedem Fall höheres Risiko, mehr Unfälle und somit auch mehr Tote und Verletzte. Wollen wir das wirklich?
Sehr guter Beitrag! Laut Wikipedia hatten wir 1970 > 19.000 Verkehrstote! Und das bei erheblich geringerer Verkehrsdichte. Was für eine Horrorzahl!
Wer ernsthaft zu den Verhältnissen dieser Zeit zurück will scheint mir das nicht wirklich durchdacht zu haben, um es mal vorsichtig auszudrücken.
Alle seriösen Forschungsergebnisse ergeben klar, das niedrigeres Tempo mit geringeren Unfallzahlen, weniger Toten und weniger Verletzten einhergeht. An alle, die das nicht Wahrhaben wollen: Liefert Belege für das Gegenteil. Und nicht "gefühlte" Tatsachen (neudeutsch "alternative Fakten"). Natürlich wollen wir es nicht auf die Spitze treiben: Wenn wir den Individualverkehr abschaffen, sinkt die Opferzahl noch weiter. Aber wer will das? Ich nicht. Andererseits: Ist irgend ein Fahrspass es wert, dafür zu sterben oder zu töten? (Ich sage natürlich absichtlich nicht "morden"). Wir hier in diesem Forum haben uns entschieden, das Risiko zu sterben oder zu töten einzugehen. Wie Millionen andere Verkehrsteilnehmer auch. Natürlich auch deshalb, weil der tödliche Unfall immer anderen passiert. Nicht uns.
Das ändert aber nichts daran, das es eine gesellschaftliche Aufgabe ist das Monster "Individualverkehr" in den Griff zu bekommen und die Opferzahlen weiter zu verringern. Und ja: Auch mit Hilfe von Überholverboten, Tempolimits und drastischen Strafen für Raser.
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Alt 16.08.2018, 12:13   #143
hermi
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Registriert seit: 30.09.2005
Beiträge: 1.806
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nur mal so:

Mehr Autos weniger Tote

http://m.spiegel.de/gesundheit/diagn...a-1058458.html
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hermi

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Nr. 3 ab dem 06.04.2017
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Alt 16.08.2018, 12:52   #144
Waldschrat
kein Troll
 
Benutzerbild von Waldschrat
 
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Beiträge: 302

Motorrad:
Historie: CM 185, FT 500, 2x GPZ 900R, Husky TE 610, DR 600, LC4, R100GS, aktuell Beta Alp, Pan 1100
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hmmm - Statistik.
Wertet hier etwa jemand über 2,5 Mio polizeilich erfasste Verkehrsunfälle mit über 300.000 Verletzten als Erfolg?
https://www.destatis.de/DE/ZahlenFak...sunfaelle.html
__________________
Warme Füße und trockene Hände wünsche ich jedem.
Es grüßt der Waldschrat
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Alt 16.08.2018, 12:57   #145
Catweazle
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Beiträge: 69

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Zitat:
Zitat von hermi Beitrag anzeigen
Ich versteh es nicht, habe aber vollstes Verständnis für die Hängerfahrer, die die Verkehrsvorschriften beachten.
Könnte es sein, dass dies der unterschwellige Versuch ist, jenen die freiwillig
etwas langsamer unterwegs sind zu unterstellen, sie würden die Verkehrsvorschriften
damit nicht beachten?

Es muss ja nicht jeder verstehen, warum es der da vorne ruhig angehen lässt.

Es würde ja völlig ausreichen, wenn man Abstand hält und es auch ruhiger
angeht. Für jene, die dies nicht kennen, kann es eine völlig neue Erfahrung
sein, das Entdecken der Langsamkeit.

Gruss
Siggi
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Alt 16.08.2018, 14:01   #146
Pan_Forum
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Registriert seit: 07.07.2009
Beiträge: 85
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In dem verlinkten Artikel steht u.A. folgender Satz:
"Die meisten Kradfahrer sterben in Thailand (26,4 Toten auf 100.000) und in der Dominikanischen Republik (18,5 Tote) - Länder, in denen Fahrzeuge mit zwei oder drei Rädern traditionell als öffentliche Transportmittel eingesetzt werden. In Deutschland sterben dagegen nur 0,8 Kradfahrer auf 100.000 Einwohner."
Macht es Sinn, die Zahl der getöteten Kradfahrer in Bezug auf die Einwohnerzahl zu sehen? In den Ländern, "in denen Fahrzeuge mit zwei oder drei Rädern traditionell als öffentliche Transportmittel eingesetzt werden" ist die Prozentzahl der Zweiradfahrer doch höher als hier in Deutschland, d.h. es fahren mehr pro 100.000 Einwohner mit dem Zweirad.
Ergo auch mehr Verunfallte. Oder was sehe ich da falsch?

Zitat:
Zitat von Catweazle Beitrag anzeigen
...Es muss ja nicht jeder verstehen, warum es der da vorne ruhig angehen lässt.

Es würde ja völlig ausreichen, wenn man Abstand hält und es auch ruhiger
angeht. Für jene, die dies nicht kennen, kann es eine völlig neue Erfahrung
sein, das Entdecken der Langsamkeit.

Gruss
Siggi
Es muss auch nicht jeder verstehen, warum der Hintermann es eiliger hat, als man selbst.
Es würde ja völlig ausreichen, wenn man die Nachfolgenden an geeigneter Stelle vorbei lässt. Für jene, die dies nicht kennen, kann es eine völlig neue Erfahrung sein, das Entdecken der Rücksichtnahme auf die, die nicht den ganzen Tag Zeit haben, auf der Strasse zu sein.
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Alt 16.08.2018, 14:31   #147
hermi
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Beiträge: 1.806
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Wie unterschwellig,

Du reitest doch darauf herum, dass es keine Vorschrift gibt, die Dich zwingt, Dich ständig am Rande der zulässigen Höchtgeschwindigkeit zu bewegen und bezeichnest das doch selbst als verkehrsrechtskonform, so zu fahren, wie Du möchtest und das sei nicht zu beanstanden (und ich betone: das kannst Du nur deshalb, weil es kaum nachweisbar ist und es deshalb nur wenige Entscheidungen dazu gibt, weil nur die Extrembeispiele auffallen).
Ich sehe das nicht so und nehme einen Verstoß gegen § 3 Abs. 2 StVO an, kann es aber im Einzelfall nicht beweisen. (Wäre mir auch egal, solange ich weit genug vor dir herfahre )

Du kannst ja mal einen Selbstversuch machen, wenn Du bei passender Gelegenheit mal vor einem Polizeifahrzeug herfärhrst und das auf unreglementierter Landstraße mit 60 oder 70 km/h. Ich bin gespannt, wie weit Du kommst.

Es tut mir leid, aber wenn Du schreibst

Es würde ja völlig ausreichen, wenn man Abstand hält und es auch ruhiger
angeht.

ist das leider die Oberlehrerattitüde, die hier vielen aufstößt: Du zwingst also andere zur Gelassenheit, die wollen das aber nicht. Die können allenfalls hupen oder dicht auffahren, aber so wie Du es beschreibst können sie Dich nicht zum Schnellerfahren zwingen. Wie Du andernorts geschrieben hast, ist Dir das auch egal.

Im Ergebnis bin ich daher eher bei Andi 87 und Zrudi als bei Deiner Auffassung.
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mfG
hermi

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hermi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.08.2018, 15:56   #148
Catweazle
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Motorrad:
Honda ST1100 PanEuropean
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Zitat:
Zitat von hermi Beitrag anzeigen
Damit "behindern" nach meiner ganz persönlichen völlig subjektiven Einschätzung rund 0,00005 % (mir aus mit eine paar Nullen mehr oder weniger, jedenfalls eine verschwindend geringe Minderheit) aller motorisierten Verkehrsteilnehmer den Rest.
Wenn es eine so verschwindend geringe Minderheit ist, kannst dir doch
eigentlich völlig schnuppe sein, ob du alle Jubeljahre mal auf einen
Langsamen aufläufst und vielleicht dahinter bleiben musst.

Aber komischerweise ist es das nicht!

Zitat:
Zitat von hermi Beitrag anzeigen
Du kannst ja mal einen Selbstversuch machen, wenn Du bei passender Gelegenheit mal vor einem Polizeifahrzeug herfährst und das auf unreglementierter Landstraße mit 60 oder 70 km/h. Ich bin gespannt, wie weit Du kommst.
Die Gelegenheiten waren schon reichlich da, denn ich bin ja nicht erst seit
gestern ruhiger unterwegs! Es gibt halt das StVO konforme langsam fahren
und das OWI würdige zu langsam fahren.

Wenn man im Internet zu dem Thema ein wenig stöbert, findet man häufig
den Hinweis, dass eine freiwillig gewählte Geschwindigkeit unter 60 km/h als
zu langsam für eine Landstraße angesehen wird.



Auch zwinge ich niemanden meine Geschwindigkeit auf. Ist ein freies Land
jeder kann dahin fahren wo er möchte und keiner ist gezwungen hinter mir
herzufahren. Wenn es zu langsam geht, kann man auch an der nächsten
Möglichkeit abbiegen oder umdrehen. Wenn ich aber entscheide, dass ich in
die gleiche Richtung fahre wie der Langsame vor mir, dann entscheide ich
mich auch für eine langsame Fahrweise, insofern ein Überholen nicht möglich ist.

Es ist also eine freie Entscheidung und kein Zwang.

Gruss
Siggi
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Alt 16.08.2018, 16:37   #149
Exilant
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Zitat:
Zitat von hermi Beitrag anzeigen
Du zwingst also andere zur Gelassenheit, die wollen das aber nicht. Die können allenfalls hupen oder dicht auffahren, aber so wie Du es beschreibst können sie Dich nicht zum Schnellerfahren zwingen. Wie Du andernorts geschrieben hast, ist Dir das auch egal.
Eine verquere Denkweise: Dadurch, dass ich mit einem Tempo unterhalb der zulässigen Höchstgeschwindigkeit und oberhalb des Bereiches des strafbaren Langsamfahrens unterwegs bin, zwinge ich niemanden zu nichts.
Wer sich in den Straßenverkehr begibt, muss mit den anderen Verkehrsteilnehmern klar kommen. Ob sie nun schneller oder langsamer sind als man selber. Wer ein langsames Fahrzeug überholen möchte darf das tun. Wenn das die Situation das nicht zulässt: Pech gehabt. Wer dann dicht auffährt und hupt (wird im allgemeinen als Nötigung angesehen und eher schwer geandet) ist nicht Opfer sondern Täter.
Personen denen derartig der Kamm schwillt sind IMO charakterlich ungeeignet zum führen eines Fahrzeuges.

Hier wurde mehrfach versucht, einen Tatbestand des unangemessenen Langsamfahrens zu für die angegebene Situation (70/100) zu konstruieren. Allerdings ziemlich erfolglos. Die derzeitige Entscheidungslage der Gerichte gibt das nicht her.
Weiter: Keine Polizeistreife wird mich anhalten weil ich mit 70 in einer 100er Zone unterwegs bin oder mit 30 in einer 50er. Aus gutem Grund.
Und jetzt was unbelegtes: Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Polizeifahrzeuge eher gemächlicher als ich unterwegs sind und selten die erlaubte Geschwindigkeit nutzen. Liegt wohl daran, dass es hier ziemlich ländlich ist.
Exilant ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.08.2018, 22:42   #150
heytec
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Aktuell: ST1300A6 ,BMW R65 G/S, BMW R60/7, BMW R65 in Daytona Orange,BMW R45,KTM Pony Deluxe1.
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Das Thema ist mal wieder ein sehr polarisierendes muss ich feststellen.
Aber warum sollen Motorräder mit Anhänger langsamer fahren müssen wie Autos mit Anhänger ????
Wenn technisch alles OK ist verstehe ich das nicht und die Petition ist eigentlich ein MUSS obwohl sich kein POLITIKERARSCH dafür interessiert und deshalb die Aussichten nicht so toll sind.
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Es gibt viele Menschen, die sich einbilden, was sie erfahren, verstünden sie auch.

Johann Wolfgang von Goethe
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