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Alt 03.12.2018, 13:50   #1
papapit
Panerwecker :-)
 
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Motorrad:
ST1300A; Bj. 2005 (in Arbeit)
Standard 2005er Pan "wiedererwecken"

So, im Vorstellungsthread habe ich mich ja vorgestellt. Habe eine ST1300 von 2005 geerbt, die allerdings annähernd 10 Jahre gestanden hat. Sie hat nur 14792 km auf der Uhr. Ich hoffe mithilfe eines Werkstatthandbuchs und meinen nicht ganz ungeschickten Fingern die PAN wieder zum Leben erwecken.

Die ST1300 steht dank der Hilfe von XS Michael hier aus dem Forum nun in meiner Garage. Den gröbsten Dreck habe ich abgespült. Die Pan stand Gottseidank in einer trockenen Tiefgarage und sieht nach einem Abspülen mit viel Wasser schon mal nicht schlecht aus.

Nachdem ich die beiden vorderen Zündkerzen entfernt hatte (die hinteren machen noch Probleme bzw. ich bekomme die Zündkerzenstecker noch nicht raus, da gibt es mit Sicherheit einen Trick ) habe ich festgestellt, dass der Motor frei ist, sich drehen lässt, Öl vorhanden ist. Nachdem ich die Batterie erneuert habe, konnte ich dass Anlassen mit Anlasser probieren. Anspringen wollte sie aber nicht, Zündfunken hat sie aber. Sollte also irgendein Kraftstoffproblem sein, oder?

Als nächstes werde ich die beiden hinteren Zündkerzen tauschen (erstmal Tank in Wartungsposition, dann evtl. Verkleidung ab) und anschließend den alten Sprit ablassen.

Gibt es Tipps (oder Chemikalien), mit denen man die Tanks (oben und unten) reinigen kann?
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Alt 11.12.2018, 23:09   #2
Cemiramis
42 Jahre Moped
 
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Motorrad:
ST1300A SC51
Standard

Also die etwas knappen Zündkabel kann man an der Zündspue abschrauben. Dann gehen sie raus.
Wenn Zündfunke da ist, liegts wohl wirklich an den Einspritzdüsen. Die müsste man wohl testen und ggfls. gängig machen bzw. austauschen.
Ich persönlich würde zuvor mal etwas Aceton in die Zündkerzenbohrungen spriten, die Zündkerzen einschrauben und testen. So habe ich die alten Vergaserkisten immer anbekommen. Startpilot in die Ansaugstutzen sollte auch gehen wenn der Tank oben ist.
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Viele Grüße von Cemiramis

"Unser Glaube erschafft Realität"

Kreidler Florett / Kawasaki 350er 3Zyl. / BMW R100RT / BMW K100RS / Honda PAN ST1100 (8J.) / ST1300A (2003) und e-bike 48V-20Ah-1000W
Sprit: meist eher mehr ....
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Alt 12.12.2018, 18:57   #3
papapit
Panerwecker :-)
 
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Motorrad:
ST1300A; Bj. 2005 (in Arbeit)
Standard

Danke Cemiramis,

Mit Tank oben kam ich schon an die Kabel ran, jetzt sind auch die hinteren Kerzen getauscht. Mit Startpilot ist ein Versuch wert.

Eine Frage: Wenn ich die Zündung einschalte, müsste ich da nicht ein paar Sekunden die Benzinpumpe hören? Ich meine, ich hätte das mal hier in einem Thread gelesen. Da kommt nämlich nix. Im WHB habe ich auch schon das Kapitel zur Inspektion der Pumpe gefunden, bin aber noch nicht dazu gekommen.

Nächste Baustelle ist der Tank. Der war nur 2/3 voll, im oberen Drittel ist er ganz schön korrodiert. Ist da Rostio die richtige Wahl?

Fragen über Fragen, aber wir kriegen sie schon ans Laufen. :-)

Gruß aus Hohenlohe
Hape
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Alt 12.12.2018, 19:05   #4
Weimarer.Biker
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erst S51 B2-4, dann MZ TS 250/1, dann Seven-Fifty und als Krönung die PAN, STX1300
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Also für das "nicht reagieren" der Kraftstoffpumpe gibt es noch andere mögliche Ursachen. So ist z.B. in der Verkleidung oberhalb des Scheinwerfer ein Neigungssensor - der soll im Notfall die Pumpe abschalten. Da kannst Du auch mal schauen, ob alle Kabel richtig sitzen, ob er richtig eingebaut ist (also nicht verdreht) und ob er überhaupt noch funzt.

Die Pumpe selber kannst Du prüfen, indem Du einfach mal direkt 'ne Spannung anlegst.
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Alt 12.12.2018, 19:08   #5
ha_motorrad
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Yamaha TR1 (1981;229.000 km), XJ 900 (100.000 km)
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Zur Benzinpumpe: ich meine, dass bei vielen Honda-Modellen die Benzinpumpe erst anläuft, wenn sich die Kurbelwelle dreht, also während des Anlassens.
(Das war bei meiner Deauville so, deshalb hatte ich einen Druckschalter speziell für die Benzinpumpe eingebaut, damit ich den Vergaser vor dem Starten fluten konnte.)
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Gruß
Hartmut - der aus dem Schwarzwald kommt


Suzuki GS400, Suzuki GR650, Yamaha XJ650, Yamaha TR1, Kawasaki GTR1000, Yamaha XVZ1200, Honda Deauville 650, Honda Pan European ST1100, Yamaha XJ 900 58L
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Alt 12.12.2018, 20:33   #6
blue-v
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Motorrad:
STX 1300 Bj 2004 rot
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Nein, die Pumpe läuft für 2-3 Sekunden, wenn man den Zündschlüssel auf "ON" stellt.
UND: Wenn der Killschalter auf "RUN" steht - sonst ist Stille.

Lothar

P.S.: Zum korrodierten Tank: Im YouTube Kanal "ZamsChannel" gibt es unter den neueren Videos
eins, wo Martin einen CBF1000(?) Tank mit einem Wundermittel behandelt. Das Ergebnis ist recht gut.
Leider habe ich gerade keinen direkten Link zu dem Video. Sollte aber nach dem Titel zu finden sein.

Und noch ein Update: Hier das Video: https://www.youtube.com/watch?v=Kz5cJecVatE bei ca. 29 Minuten.

Geändert von blue-v (12.12.2018 um 20:40 Uhr)
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Alt 12.12.2018, 21:12   #7
papapit
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ST1300A; Bj. 2005 (in Arbeit)
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Zitat:
Zitat von blue-v Beitrag anzeigen
wenn man den Zündschlüssel auf "ON" stellt.
UND: Wenn der Killschalter auf "RUN" steht - sonst ist Stille.
Nachdem ich den ersten Startversuch erfolglos unternommen hatte, bin ich zwei Stunden später nochmal in die Garage um zu gucken, wo der Killschalter steht, stand aber auf "RUN"

Danke für den Hinweis, Lothar

ROSTIO Tankentroster und Tankschutzemulsion scheint ein ähnliches Wundermittelchen zu sein. Habs aber bisher nicht selber probiert.
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Gruß aus Hohenlohe

Hape

Ich hatte drei (jetzt vier) Motorräder: Yamaha XJ 650, BMW R 1100 S , Aprilia Tuono , Honda ST 1300
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Alt 16.12.2018, 02:16   #8
PanMeik
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Motorrad:
STX 1300 Bj 2006
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Weshalb wurde denn die Pan für 10 Jahre stillgelegt?
Ist es möglich dass bereits bei der Stilllegung ein Defekt bestand? Wenn ja, kommen mehrere Ursachen in Frage.

Wenn ein Defekt vor der Stilllegung zu 100% ausgeschlossen werden kann kann, würde ich wie folgt vorgehen:
1. Motorölwechsel. Ich habe erlebt, dass sich altes Motorenöl so verfestigt hat, dass es sich so verdickt hat, dass es nur mit einem Spachtel von der Ölwanne entfernt werden konnte. Einen Startversuche ohne Ölwechsel würde ich daher keinem Motor zumuten.
2. Abpumpen des alten Benzins und nachfüllen mit Frischem. Selbst die Produzenten garantieren nur für ein max. 1 Jahr, dass Benzin weiterhin nutzbar ist. Benzin verliert mit der Zeit an Zündfähigkeit.

Wenn garantiert ist, dass die Pan vor der Stilllegung noch lief und ich Punkt 1 und 2 abgearbeitet habe, dann back to the basiscs:
Ein Otto-Motor braucht zum Arbeiten Luft, Benzin, Zündfunken und Kompression.

Nach Deinen Angaben wurde der Zündfunken bereits geprüft und ist vorhanden.
Als nächstes würde ich den Tank hochklappen und Starthilfepilot in den Ansaugtrakt beim Startversuch sprühen. Wenn der Motor "reagiert" und anspringen möchte, oder sogar kurzfristig anspringt, ist der Fehler bei in der Benzinversorgung zu suchen.
Kompression kann man natürlich auch messen, würde ich aber zunächst ausschließen. da es bei der Pan eine Seltenheit wäre.

Im Prinzip also von preiswert nach teuer prüfen. Wichtig wäre aber soviel wie möglich über die Historie der Pan in Erfahrung zu bringen.
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Alt 24.12.2018, 11:34   #9
papapit
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ST1300A; Bj. 2005 (in Arbeit)
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PanMeik, du hast einige wichtige Fragen gestellt, die sich aber leider nicht beantworten, durch "Forschung" sich aber bereits teilweise herausfinden ließen. Über das Motorrad gab es zuerst genau zwei Infos: Läuft ned, TüV ist im Mai 2009 abgelaufen. Seit die neue Batterie drin ist, kenne ich den exakten Kilometerstand. Mehr Historie gibt es leider nicht.

Nachdem klar war, dass der Motor nicht "fest" ist, wurde mit frischer Batterie Startversuche gemacht. Der Anlasser dreht den Motor ganz locker durch. Mittlerweile habe ich auch das Benzin abgelassen, da altes Benzin zumindest nur unsauber verbrennt. Aber mithilfe von Startpilot ist sie nun ca. 2 Sekunden sehr ruhig ohne verdächtige Geräusche gelaufen. Ölwechsel würde ich erst machen, wenn sie mal ansatzweise warm war.

Der obere Tank ist jetzt leer und bereit zur Reinigung. Warum die Benzinpumpe nicht funktioniert, wird die Zukunft zeigen. Ich hoffe, dass sie dann in Kombination mit frischen Super anspringt.

Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten
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Gruß aus Hohenlohe

Hape

Ich hatte drei (jetzt vier) Motorräder: Yamaha XJ 650, BMW R 1100 S , Aprilia Tuono , Honda ST 1300

Geändert von papapit (27.12.2018 um 10:49 Uhr)
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Alt 13.01.2019, 13:11   #10
papapit
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Motorrad:
ST1300A; Bj. 2005 (in Arbeit)
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Ich habe ja die Benzinpumpe im Verdacht gehabt, dass die nicht mehr (richtig) funktioniert. Im Haynes-Buch zur 1300er-PAN gibt es einen Tip, mit dem man die Benzinpumpe dazu nutzen kann, den unteren Tank leer zu pumpen.

Darf ich hier eigentlich Fotos aus dem Buch zeigen (veröffentlichen)?

Dazu muss man das Kraftstoffabschaltrelais abziehen und die beiden größeren Stecker verbinden (Haynes, S. 4.6, Abb. 2.21b) und am unteren Tank den Rücklaufschlauch abziehen und in einen Kanister stecken. Wenn man nun die Zündung einschaltet, soll die Pumpe laufen und so den Tank leersaugen. Dies wollte ich nutzen um die Funktion der Pumpe grundsätzlich zu prüfen, hat aber nicht funktioniert, Pumpe tut nix.

Dann hab ich die ganze Kraftstoffpumpeneinheit aus dem unteren Tank ausgebaut und gereinigt. Nachdem ich die Sitzbankhöhenverstellung ausgebaut hatte, ging die ganze Einheit gut raus. Direkt an die Pumpe Spannung gelegt, aber die macht immer noch keinen Mucks. Ich habe dann eine neue bestellt. Den unteren Tank von Hand leergepumpt und gereinigt. Da hier immer Benzin drin war, gibt es keinen Rost.

Als die neue Pumpe kam, hab ich die erstmal mit einem Akku aus meinem Modellbau getestet. Sie gab damit genau die Lebenszeichen von sich, die ich immer von der anderen Pumpe erwartet hatte. Also Pumpe rein, 5 Liter gutes SuperPlus in den unteren Tank, Einheit wieder eingebaut. Jetzt summt die Benzinpumpe ein paar Sekunden nach dem Einschalten der Zündung.

Dann der spannende Moment: Zündung an, Benzinpumpe summt, meine Hand wandert langsam zum Startknopf. Soll ich es wagen, soll ich wirklich auf diesen Knopf drücke? Ich drücke, und sie springt SOFORT an!
Ich habe tatsächlich ein Motorrad nach 10 Jahren wiedererweckt! Ich freue mich wie doll, dotze durch die Garage , und bin auch ein wenig stolz .

Die ersten paar Sekunden hat sie wohl seltsame Dinge verbrannt, jedenfalls roch das so, hat sich aber schnell gegeben. Es gibt ja Einspritzdüsenreiniger, z. B. Liqui Moly Injection Reiniger. Es ist das eher „Tand“, oder macht so was, gerade nach langer Standzeit, durchaus Sinn. Oder ist das sogar schlecht, weil es die Innereien angreift? Tank chemisch reinigen ist eine Seite, ne Einspritzdüse ist ja deutlich filigraner

Den oberen Tank hab ich jetzt mal komplett abgebaut. Bevor der tatsächlich chemisch gereinigt wird, baue ich mal den Kraftstoffstandsensor aus, um von der Seite in den Tank zu schauen. Das wird die nächste Baustelle.
__________________
Gruß aus Hohenlohe

Hape

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