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Alt 18.04.2014, 16:14   #11
hermi
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Beiträge: 1.775
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Zitat:
Zitat von vETNH Beitrag anzeigen
Soolche Kameras haben meist die Funktion einer Endlosaufnahme, sodass dann nur jeweils die letzten 10 oder 15 Minuten vorhanden sind. Bei einer starken Beschleunigung, wie sie durch einen Aufprall hervorgerufen wird, stoppt das System und friert die letzten 10 Minuten ein. Von einer Dauerüberwachung oder gar Vorratsdatenspeicherung kann da nicht die Rede sein.

Natürlich ist das eine Dauerüberwachung, was denn sonst

Etwas anders dürfte es auch sein, wenn die Aufnahme nur zum Selbstzweck gemacht wird - also um eben ein Video für den privaten Gebrauch zu drehen. Wennn ich also ein Video drehe, um zuhause vorzuführen, was für ein geiler Macker ich auf der Mopete bin oder um die Schönheit der Straßen Schleswig-Holsteins zu dokumentieren, sollte das auch in Ordnung gehen. Wenn es nicht so wäre, dürfte auch kein Tourist in seinem Urlaubsörtchen Urlaubsvideos drehen, bei denen fremde Leute zufällig mit aufgenommen werden.

Ja und, ich will nicht von Dir und auch von niemand anderem fotografiert werden, wo ich mit meiner Drittfrauein im Caffee sitze und von der Erst - und Zweitfrau nix wissen, weil sie glauben, ich sei am arbeiten - ein rein hypothetisches Beispiel

Wenn es also gekracht hat und es liegt ein Video vor, dann kann man sich doch eigentlich darauf zurückziehen, dass diese Aufnahme zufällig entstanden ist, als man Freizeitaufnahmen gemacht hat. Daraus müsste ein Richter ggf. ableiten können, dass diese Aufnahme als Beweis zulässig ist.

Auf das müsste bin ich ebenso gespannt wie auf das eigentlich.
Die fetten Einschübe sind von mir.
Meine persönliche Meinung ist ohnehin, dass ich nicht einfach fremde Leute fotografieren darf, egal warum. Ganz abgesehen davon ist selbstverständlich das Recht am eigenen Bild verletzt.
Was anderes ist aber z.B.die Dokumentation einer Straftat o.ä.. Das Problem ist neben der dauerhaften Aufnahme zudem die Unsicherheit, dass die Aufnahmen permanent überschrieben werden.
AUs dem Gedächtnis kann ich mich an eine Entscheidung erinnern, da mußte der sein Gelände überwachende Nachbar nachweisen, dass nicht mit einem Handgriff die Kammera aufs Nachbargelände gerichtet werden kann. Z.B. Fernbedienung pp.

Edit behauptet, ich hätte hier

http://www.st1100.de/showthread.php?...=%DCberwachung

schon was dazu geschrieben.
__________________
mfG
hermi

hat fertig

Nr. 3 ab dem 06.04.2017

Geändert von hermi (18.04.2014 um 16:16 Uhr) Grund: Ergänzung
hermi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.04.2014, 16:26   #12
ManfredK
Profi
 
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Beiträge: 2.944
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http://www.autobild.de/artikel/urtei...ng-961476.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_d...BCberwachungen

Die meisten Urteile erlauben wegen Verstoß gegen das informelle Selbstbestimmungsrecht keine heimlichen Videoaufnahmen, insbesondere wenn ich mich einer Aufnahme nicht entziehen kann.

Als Laie leite ich daraus auch eine Nichtzulässigkeit einer Kamera im Auto ab, die ausschließlich wegen der Überwachung anderer installiert ist.

Sicher wird es auch zu diesem Thema bald ein Urteil geben.

Filmende Autofahrer haben jedenfalls schon Post von den Datenschutzbehörden bekommen.

http://www.sueddeutsche.de/auto/film...itik-1.1831997
__________________
Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
ManfredK ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.04.2014, 19:31   #13
RolfOskarPan
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Beiträge: 249

Motorrad:
ST 1300 rot
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Moin

Bisher reden wir hier von Dashcams in Autos, aber wie ist das bei uns Motorradfahrern.
Vergleichbar oder nen ganz anderen Strumpf?

Fragenden russ
Rolf
RolfOskarPan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.04.2014, 19:41   #14
Honda Fan
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Beiträge: n/a
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Ich bin bei einer Polizeikontrolle, nahe eines Wohngebietes, bereits vor ca. 15 Jahren angehalten worden.
Auf dem Armaturenbrett meines ausgeliehenen Transporters war eine Kassettenbox angebracht,
diese wurde aus der Ferne, von den Polizeibeamten als Kamerabox verkannt.
Es war also bereits damals Grund genug mich Anzuhalten, wegen des Verdachtes von illegalen Aufzeichnungen.

Auf Nachfrage wurde mir damals mitgeteilt, dass derartige Aufzeichnungen durch private Personen verboten sei.
Dieses sei nur bei Sicherheitsrelevanten Fahrzeugen erlaubt.
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Alt 18.04.2014, 20:21   #15
AchimHHamburg
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R1200RT
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Hm? Ich bin nicht ganz sicher, ob die aufgeführten Fälle mit dem meinen tatsächlich vergleichbar sind. Auf jeden Fall hätte ich die Aufnahmen aus einer Auto-/Motorrad-Action-Cam als datenschutzrechtlich unbedenklich gehalten, weil:

In einer Familiensache wurde ich einmal von einem Privatdetektiv überwacht, der
a) auf der Straße vor meinem Haus Fotos von mir und anderen gemacht hat und
b) dort und im Ort Filmsequenzen von mir und anderen hergestellt hat und
c) an meinem Auto ein GPS-Gerät angebracht hat.

Dazu vertrat der Hamburgische Landesdatenschutzbeauftragte (Firmensitz der Detektei) die Auffassung: a) und b) zulässig. C) verboten wegen Verstoßes gegen das informationelle Selbstbestimmungsrecht.

Das Amtsgericht in Hamburg schloss sich im Zivilverfahren gegen den Detektiv dem an:
a) und b) zulässig, da es sich lediglich um Beobachtungen im öffentlichen Verkehrsraum handelte. Ein Hineinspähen in mein Haus oder Grundstück wäre unzulässig gewesen.
c) Die GPS-Überwachung war unzulässig, die erhobenen Daten durften nicht verwertet werden und waren zu löschen. Was mir, da mir kein bezifferbarer Schaden entstanden war, zivilgerichtlich keinen monetären Ausgleich verschaffte.

Die für meinen Wohnsitz zuständige Staatsanwaltschaft Kiel sah keinen Anlass - auch nach meiner Beschwerde - gegen die Detektei strafrechtlich vorzugehen.

Aus meinen Erlebnissen hatte ich bisher geschlossen:
Solange Du Aufnahmen im öffentlichen Verkehrsraum produzierst, kannst Du mittels Foto oder Film aufnehmen, was Dir vor die Linse kommt.

Gruß
Achim
__________________


Ich mag mein Motorrad !
Der Pensionär fährt viel und er fährt weit - warum auch nicht, er hat die Zeit

AchimHHamburg ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.04.2014, 23:57   #16
atomar
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Ich frage mich, wo fängt es an und wo hört es auf?

ActionCam am Helm beim Skifahren/Snowboarden welche den ganzen Tag filmt?
Bei der ActionCam am Motorrad?
Beim Touri, welcher mit laufender Cam durch die ganze Altstadt und die ganze Seepromenade entlang spaziert?
Beim Vati, welcher stundenlange am Strand von xy mit der Cam werkelt?

Oder ist die DashCam im Auto etwas völlig anderes?

Weshalb soll ich nach einem Unfall nicht mittels DashCam beweisen können, dass ich z.B. bei grün auf die Kreuzung fuhr; oder keinen Spurwechsel vorgenommen habe; oder die Sicherheitslinie nicht überfahren hatte?

Andererseits bin ich aber auch der Ansicht, dass verhinderten Polizisten nicht einfach gegen alle und jeden - gestützt auf ihre Ganztagesfilme - eine Anzeige einreichen können.
__________________
Gruss aus Fällanden (near Zurich)
atomar

Kurven sind zum Befahren da
Fahr nicht schneller, als dein Schutzengel fliegen kann

Kreidler Florett (50ccm/80kmh) / Honda CM125 C / Honda CM250 C / Honda CB750 F2 / Honda CB900 F2 bol d'or / ST1300-2 (Jg 2003) silber RIP
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Alt 19.04.2014, 10:12   #17
hermi
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Beiträge: 1.775
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Zitat:
Zitat von AchimHHamburg Beitrag anzeigen
Hm? Ich bin nicht ganz sicher, ob die aufgeführten Fälle mit dem meinen tatsächlich vergleichbar sind. Auf jeden Fall hätte ich die Aufnahmen aus einer Auto-/Motorrad-Action-Cam als datenschutzrechtlich unbedenklich gehalten, weil:

In einer Familiensache wurde ich einmal von einem Privatdetektiv überwacht, der
a) auf der Straße vor meinem Haus Fotos von mir und anderen gemacht hat und
b) dort und im Ort Filmsequenzen von mir und anderen hergestellt hat und
c) an meinem Auto ein GPS-Gerät angebracht hat.

Dazu vertrat der Hamburgische Landesdatenschutzbeauftragte (Firmensitz der Detektei) die Auffassung: a) und b) zulässig. C) verboten wegen Verstoßes gegen das informationelle Selbstbestimmungsrecht.

Das Amtsgericht in Hamburg schloss sich im Zivilverfahren gegen den Detektiv dem an:
a) und b) zulässig, da es sich lediglich um Beobachtungen im öffentlichen Verkehrsraum handelte. Ein Hineinspähen in mein Haus oder Grundstück wäre unzulässig gewesen.
c) Die GPS-Überwachung war unzulässig, die erhobenen Daten durften nicht verwertet werden und waren zu löschen. Was mir, da mir kein bezifferbarer Schaden entstanden war, zivilgerichtlich keinen monetären Ausgleich verschaffte.

Die für meinen Wohnsitz zuständige Staatsanwaltschaft Kiel sah keinen Anlass - auch nach meiner Beschwerde - gegen die Detektei strafrechtlich vorzugehen.

Aus meinen Erlebnissen hatte ich bisher geschlossen:
Solange Du Aufnahmen im öffentlichen Verkehrsraum produzierst, kannst Du mittels Foto oder Film aufnehmen, was Dir vor die Linse kommt.

Gruß
Achim
Das ist aber auch ein mehr oder weniger ganz anderer Sachverhalt.
__________________
mfG
hermi

hat fertig

Nr. 3 ab dem 06.04.2017
hermi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.04.2014, 11:12   #18
Löti
Dauertourist in Berlin
 
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Zitat:
Zitat von hermi Beitrag anzeigen
Meine persönliche Meinung ist ohnehin, dass ich nicht einfach fremde Leute fotografieren darf, egal warum. Ganz abgesehen davon ist selbstverständlich das Recht am eigenen Bild verletzt.
Und mit welchem Recht praktizieren das Kamerateams, resp. Fernsehsender bei Aufnahmen und Übertragungen von Dokumentationen, öffentlichen Veranstaltungen, etc. ohne mein, explizites Einverständnis einzuholen?
Ist da etwa mein "Recht am eigenen Bild" nicht verletzt?
__________________
Wer seine Augen nicht braucht um zu sehen, der wird sie brauchen um zu weinen.
Löti ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.04.2014, 12:22   #19
hermi
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Registriert seit: 30.09.2005
Beiträge: 1.775
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Das kommt wie immer drauf an und ist auch nicht so einfach abstrakt zu beantworten.
Grundsätzlich darf auch ein Fernsehteam von mir nicht einfach Bilder machen und schon gar nicht veröffentlichen.
Meistens beschwert sich keiner oder die Antlitze Unbeteiligter werden freiwillig verpixelt.
Es gibt eine Reihe von Ausnahmen, angefangen z.B. bei Personen der Zeitgeschichte. Wo das aufhört? Gute Frage. Ich bin kein Presserechtler, aber meines Wissens gibt es in den Fällen der Prozeßberichterstattung Ausnahmen (z.B. NSU - Verfahren).

Derzeit wird u.a. eine Diskussion darüber geführt, dass auch in Gerichtsverfahren gefilmt werden können soll. Da kommen jetzt schon so Statements wie: der ....Richter gestattet Aufnahmen bis zur Eröffnung der Sitzung. Als wenn der über mein Recht am eigenen Bild so ohne weiteres bestimmen könnte.
Ein Reporter hat mal versucht, im Gerichtssaal ein Bild von mir zu machen, das hab ich im Kein erstickt mit einer lautstark ausgeprochenen Klageandrohung für den Fall einer Veröffentlichung und natürlich wurde mein Konterfei nicht veröffentlicht.

Ich habe aus verschiedensten Gründen massive Bedenken gegen Aufzeichnungen von Menschenmassen, da eben dort nicht gefragt werden kann. Und wenn derartige Bilder dann so veröffentlicht werden, dass man Unbeteiligte identifizieren kann, ist das auch nicht in Ordnung. Habe ich aber nicht bis zum Exzess geprüft.
Weiteres Problem ist die Durchsetzbarkeit dieser Ansprüche, denn wenn ich mich in irgendwelchen Spelunken rumtreibe - was ich natürlich nie tue, und ein Mitherumtreiber stellt ungenehmigt ein Bild von mir ins Netz, kann ich den Verursacher meist nicht ausfindig machen und wenn ja, ist das Bild vielleicht schon von einer Vielzahl Unbekannter kopiert worden und wird evtl. nochmals und/oder immer wieder veröffentlicht.
Da verkehrt sich dann der vermeintliche Vorteil der Annonymität des Netzes ins Gegenteil.

Teilweise ist das auch in §§ 22,23 KUrhG, das in diesem Bereich mW immer noch gilt, geregelt und das wiederum erlaubt als Ausnahme unter bestimmten Umständen eine Abbildung.
__________________
mfG
hermi

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Nr. 3 ab dem 06.04.2017
hermi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.04.2014, 16:21   #20
Olli/Lippstadt
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Honda Goldwing 1800, CBF 1000 SC58
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Ich hab irgendwie ne Meinung zu beide Seiten (pro und contra), aber unterm Strich fällt bleibt bei mir hängen ---> typisch deutsch. Es wird geregelt auf jede Eventualität und auf Deubel komm raus. Warum muss bei uns jeder Furz und Feuerstein schon im Vorfeld auf Atombombensicherheits-Niveau reguliert sein.

Ich warte noch auf´s Zählwerk an der Muffe von Prosti´s, damit das Finanzamt bei jedem Hub und Stoß mitverdienen kann. So, wie´s jetzt ist, geht das doch gar nicht, das lässt sich doch nnicht preussisch exakt nachhalten, wie oft die gepimpert haben.
Olli/Lippstadt ist offline   Mit Zitat antworten
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