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Alt 31.08.2018, 13:05   #1
XS Michael
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XS 1100 Martini/1979, CB750Four K1/1971, STX 1300/2002, V-Strom 650/2012, SH150i
Standard Lofoten 2018

Hallo,

ich möchte gerne meine Erfahrungen vom diesjährigen großen Norwegen-Urlaub weitergeben. Gefahren sind wir von Anfang Juli bis zur letzten August-Woche, also mit viiiiel Zeit.

Gegenüber früheren Jahren gibt es ein paar interessante Entwicklungen in Norwegen. Zum Beispiel:

- sie bauen wie die Bekloppten Straßen, Autobahnen, Kreisverkehre bei größeren Ortschaften, Häuser (vor allem Zweitwohnsitze in touristischen Regionen). Sie haben zwar schon früher recht viel gebaut - jetzt ist aber noch deutlich mehr Druck dahinter weil offensichtlich (vor allem auch privat) deutlich mehr Geld in die Hand genommen wird als früher.

Das hat zur Folge, dass manch schöne Motorradstrecke verschwindet. Vor allem die E6 wird im Norden gerade autobahnartig ausgebaut. Das bedeutet: Meidet soweit es geht die Hauptstrecken - vor allem im Süden gibt es eine Unzahl von Nebenstrecken die meist traumhaft schön sind! Besonders heftiger Autobahnbau zur Zeit: Trondheim Südseite, Bodo Ortsausgang nach Osten, und (leider): Über den Polarkreis nördlich von Mo i Rana.

- 2018 war auf den Lofoten nicht so extrem überfüllt wie 2016 - trotzdem muss man sagen, dass der Tourismus über die letzten Jahre deutlich zunimmt. Mit allen Begleiterscheinungen (Kommerzialisierung). Wer das nicht mag, der sollte eher in ruhigere Gebiete gehen die es immer noch in unendlicher Zahl gibt. z.B. Vesteralen oder Senja. Oder die absoluten Hotspots (A, Svolvaer, Nusfjord, Henningsvaer) vermeiden oder nach Mitte August dort hingehen. Am 10. August enden die norwegischen Ferien, dann wirds ruhiger.

- was dieses Jahr unglaublich genervt hat war die riesige Zahl an (ständig größer werdenden) Wohnmobilen, deren Fahrer oft den Ehrgeiz haben, auch noch die letzte kleine Straße bis zu ihrem Ende zu fahren. Die Einheimischen sind davon inzwischen extrem genervt, Busse können ihren Fahrplan nicht mehr einhalten, usw.... Der Gipfel für mich war ein Wohnmobilfahrer, der im absoluten Halteverbot auf der E10 gehalten hat und dann begonnen hat, mit dem entgegenkommenden Auto darüber zu reden dass seine Frau gerade zum Fotografieren ausgestiegen ist. Hinter ihm war eine riesige Schlange mit Autos, Bussen, Trucks, .... Diese Wohnmobile verstopfen die kleinen Straßen - ich vermute, dass sich die Norweger dort irgendwann wehren werden. Fahrverbote oder ähnliches. Dazu gibts wohl keine Alternative.

- Das Wetter: war dieses Jahr so warm wie selten. Die Seen hatten über 20 Grad - sehr ungewöhnlich. Noch ungewöhnlicher (hab ich so noch nie gesehen): Auch deutsche Motorradtouristen mit Adventure-BMWs sind im T-Shirt und kurzer Hose gefahren ... Bei 30 Grad auf der Straße ...

Wir fahren nächstes Jahr wieder - es war sooo toll. Immer wieder was Neues, diesmal das Landesinnere zwischen Kristiansand + Geilo.

Ach, und noch zur Fähre: Die schönste, schnellste und günstigste ist für uns die Fjordline von Hirtshals nach Langesund oder Kristiansand. Die werden wir auch zukünfig nehmen. Dann vermeiden wir die ätzende Strecke über Göteborg+Oslo. Kann ich nur empfehlen.

Viele Grüße

Michael
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Alt 31.08.2018, 22:46   #2
peter#310
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Vielen Dank für Deinen ausführlichen Erfahrungsbericht, Michael
__________________
Gruß aus Rommerskirchen

Peter
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Alt 04.09.2018, 22:21   #3
Lutzl
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Die Größe der Womos hat mich in Norge auch überrascht meistens sind es die Norweger selbst. Bin mal gespannt wann der fischfilettourismus der Deutschen eingeschränkt wird.die E6 war für mich nie der Brüller wenn AB mäßig ausgebaut wird sind wir schneller im Norden Es verändert sich vieles in Norge. Mein erster Trip ans Kapp 1976 da musstes du noch von Kabelvag 11/2 Süd mit der Fähre auf die Insel Maleroy . Damals 5kronen eintritt bei 1:2 zur DM. Vielleicht war es die erste GL 1000 am Kapp?bin gespannt aufs nächste Jahr.
__________________
Gruß Lutzl
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Alt 05.09.2018, 08:35   #4
XS Michael
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Hei Lutz

die E6 ist 3.140 km lang - und sie hat wunderschöne Teilstrecken. Übers Dovre-Fjell oder südlich von Narvik ist sie traumhaft schön. Viel schöner als die Strecke über Schweden.

Mit Deinen Namen kann ich gar nichts anfangen - Kabelvag ist auf den Lofoten und ne Insel Maleroy kenne ich nicht.

Gespannt aufs nächste Jahr? Rentnerdampfer (Hurtigrute) statt Gold-Wing? Was für ein Abstieg

Wann bist Du dort? Wir fahren wahrscheinlich Ende Juni.

Viele Grüße

Michael
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Alt 05.09.2018, 19:49   #5
Lutzl
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Sorry es war Repvag von da aus ging’s nach Honningsvag auf die Insel mageroya 11/2 Std mit der Fähre .damals hatte ich die erste Gl für 5999 makk
__________________
Gruß Lutzl
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Alt 06.09.2018, 13:11   #6
Löti
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Gestern gerade ganz frisch aus Nowegen zurückgekommen, kann ich XS Michael und Lutzl ihren Wahrnehmungen absolut recht geben. Die WoMo`s werden immer größer und tragen - nach meinem Empfinden- zu 70 - 80 % Norwegische Kennzeichen.
Unsere diesjährige Tour ging, wie schon vor drei Jahren zu unseren Freunden, auch wieder nur nach Mittelnorwegen um Volda herum bis max. Alesund, Stranda, Geiranger Trollstiegen, Dalsnibba, 27 km auf der Gamle Strynefjellsvegen vorbei an Gletscherausläufern des Jostedalsbreen, jedoch auch super schönen Strecken auf möglichst kleinen und kleinsten Straßen.

Ein Höhepunkt war auf unserer Rückfahrt zur Fähre nach Oslo, wo wir die E15 Stryn - Otta, ca. 60 Kilometer vor Otta verlassen haben und auf ~ 280 km auf der Rv51 in Richtung Fagernes, Hoenefoss niemals abwechslungsreichere Landschaften, von karger, baum- und strauchloser Hochebene die mit Felssteinen überstreut ist, an schroffen Felswänden vorbei bis hin zu Landschaften die an Oberbayern und/oder Schwarzwald erinnern, gesehen haben. Das Wichtigste dabei, Kurven, Kurven, Kurven, .....

Aber auch Tagesausfahrten ans Europäische Nordmeer hatten ihre Reize, wie zur Insel Runde mit ihren Brutstätten für Papageientaucher. Zu erreichen über den (inzwischen) mautlosen Eikstunnel mit einer Länge von 7765 m und 287 m unter NN oder zur Insel Vágsöy wo ein Besuch des "Kannesteinen" lohnt, der Leuchtturm "Skongenes Fyr" als Hotel ausgebaut wo eine Übernachtung je Person auch "nur" ab 255 EUR zu haben ist, oder der Sandstrand von Revik zu bewundern ist.
Vergessen darf man auch nicht die Strecke mit ihren Serpentinen und tollen Kurven und Aussichten über Ullaland, Vatne, Brautaset, Volda als Alternative der eher langweiligen Tunnelfahrten der E39 von Austefjord nach Volda.

Viel Spaß mal beim Selberentdecken!

Quellen der Ortsinfos:
freytag & berndt
Norwegen Mitte
1:250 000
__________________
Wer seine Augen nicht braucht um zu sehen, der wird sie brauchen um zu weinen.

Jean Paul (1763-1825)
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Alt 06.09.2018, 13:19   #7
XS Michael
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Zitat:
Zitat von Löti Beitrag anzeigen
Ein Höhepunkt war auf unserer Rückfahrt zur Fähre nach Oslo, wo wir die E15 Stryn - Otta, ca. 60 Kilometer vor Otta verlassen haben und auf ~ 280 km auf der Rv51 in Richtung Fagernes, Hoenefoss niemals abwechslungsreichere Landschaften, von karger, baum- und strauchloser Hochebene die mit Felssteinen überstreut ist, an schroffen Felswänden vorbei bis hin zu Landschaften die an Oberbayern und/oder Schwarzwald erinnern, gesehen haben. Das Wichtigste dabei, Kurven, Kurven, Kurven, .....
Hei - das ist lustig - die Strecke sind wir auch gefahren - bei schönem Wetter absolut traumhaft! Und mein Gedanke war: Wenn ich diese Märchen- Täler jemandem erklären soll, dann sag ich: "Stell Dir den Schwarzwald vor - nur 5 mal so groß mit einem Zehntel der Gebäude und Ortschaften und einem Hundertstel des Verkehrs." :-)

Das fahren wir nächstes Jahr wieder!

Grüße

Michael
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Alt 06.09.2018, 15:56   #8
Exilant
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Zitat:
Zitat von Löti Beitrag anzeigen
...Die WoMo`s werden immer größer und tragen - nach meinem Empfinden- zu 70 - 80 % Norwegische Kennzeichen....
Ja, die beige Pest. Aber trotz norwegischem Kennzeichen sitzen meistens Deutsche, Holländer und Engländer drin. Sind überwiegend Mietfahrzeuge.
Exilant ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.09.2018, 17:36   #9
XS Michael
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Zitat:
Zitat von Exilant Beitrag anzeigen
Ja, die beige Pest. Aber trotz norwegischem Kennzeichen sitzen meistens Deutsche, Holländer und Engländer drin. Sind überwiegend Mietfahrzeuge.
Ja, das stimmt - viele Mietfahrzeuge. Und seit ein paar Jahren sind es auch Finnen und Schweden die das machen, die haben auch den Reiz von Norwegen entdeckt.
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Alt 07.09.2018, 00:03   #10
Olli/Lippstadt
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Honda Goldwing 1800,V-Strom DL-650
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Habt ihr bei aller Kritik mal drüber nachgedacht, ob es auch Leute gibt, die die Pest der motorradfahrenden Norge-Touristen nicht haben wollen? Ich mag meins, aber nicht deins . So geht datt auch nicht.
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